Wirtschaft & Arbeit - 12.07.2018

Neue Chancen auf Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Der Arbeitskreis ESF Mannheim besuchte mit Gästen der Europäischen Kommission, des Ministeriums für Soziales und Integration und der L-Bank Karlsruhe vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekte in Mannheim. Eingeladen hatte die Geschäftsführung des Arbeitskreises beim Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim, die jedes Jahr eine Rundfahrt organisiert, um sich vor Ort von den Projekten und deren Entwicklungen ein Bild zu machen.   

Erste Station war der Förderband Mannheim e.V.: Das Projekt „Türen öffnen“ darf man im wörtlichen Sinn verstehen: Junge, oft alleinerziehende Frauen möchten trotz ihrer wichtigen Rolle als Mutter einen Beruf erlernen, um wirtschaftlich unabhängig und ein Vorbild für ihre Kinder zu sein. Das Projekt unterstützt sie auf dem Weg in eine Ausbildung. Oftmals ist es immer noch nicht einfach, Betriebe vom Zukunftsmodell der stundenreduzierten Ausbildung zu überzeugen. Arbeitgeber wie die Stadt Mannheim und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) sind von dem Modell überzeugt und haben von dem motivierten Fachkräftenachwuchs aus dem Projekt bereits profitiert.

Weitere Stationen der Rundfahrt waren das Projekt „Kompakt 2018“ der Interkulturellen Bildungszentrum gGmbH und das Projekt „Startklar 2018“ vom Förderband e.V. Beide Projekte haben das Ziel, Schülerinnen und Schüler beim erfolgreichen Bestehen des Schulabschlusses zu unterstützen und ihnen auf dem Weg in eine Ausbildung individuelle Hilfe zu gewähren. Bei „Kompakt 2018“ profitieren Schülerinnen und Schüler der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) von den intensiven Kontakten zu Betrieben bei Ausbildungsmessen, in den Räumen der „Talent Company“ oder in Praktika. Die Teilnehmenden haben auf diese Weise bereits ihren Wunschberuf gefunden und werden im Sommer Praktika bei den potenziellen Ausbildungsbetrieben absolvieren.

Das Projekt „Startklar 2018“ an der Justus-von-Liebig-Schule bietet individuelle Betreuung für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft und Biografie. Vom Sprachanfänger, der 2016 über viele Länder aus Somalia nach Mannheim kam, bis zu Absolventinnen und Absolventen aus Mannheimer allgemeinbildenden Schulen – Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie über die ESF-Mittel geförderte Projektangestellte nennen stets die gleichen Ziele: Sicherung des Schulerfolgs und Schulabschlusses, Erlernen der deutschen Sprache, Praktika und die erfolgreiche Integration in eine Ausbildung. Dass dies oft gelingt, haben die Schülerinnen und Schüler mit eindrucksvollen Präsentationen belegt.

Der Europäische Sozialfonds ermöglicht die individuelle Unterstützung engagierter junger Menschen. Von der positiven Wirkung und den Erfolgen konnten sich der Arbeitskreis und die Gäste Horst Neugebauer von der Europäischen Kommission, Dr. Matthias Boll vom Ministerium für Soziales und Integration und Gerda Prinz von der L-Bank Baden-Württemberg im persönlichen Gespräch überzeugen. Europa hilft auf diese Weise in Mannheim schon seit vielen Jahren, ein wichtiges Stück Zukunft für die Menschen zu sichern.

Informationen zum Europäischen Sozialfonds sind auf der ESF-Internetseite des Landes Baden-Württemberg www.esf-bw.de verfügbar.

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