Kinder, Jugend, Familie - 21.08.2019

Modellversuch Inklusion: Mannheim erhält Zusage

Bedarfsgerechtes frühkindliches Bildungsangebot für alle Kinder schaffen / Mannheimer Bewerbung für Modellversuch „Mobiler Fachdienst Inklusion und Qualitätsbegleiter“ des Landes erfolgreich

Im Rahmen des Pakts für gute Bildung und Betreuung des Landes Baden-Württemberg hat das Kultusministerium im Februar dieses Jahres einen Modellversuch zur Unterstützung der Kindertageseinrichtungen bei der Inklusion von Kindern mit (drohender) Behinderung ausgeschrieben. Da der Stadt Mannheim die Weiterentwicklung der Inklusion im frühkindlichen Bereich ein wichtiges Anliegen ist, hat sich der Fachbereich Tageseinrichtungen für Kinder zusammen mit den Freien Trägern und der Abteilung Kindertagespflege im Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt um die Teilnahme beworben. Erfreulicherweise hat die Stadt Mannheim aus 25 Bewerbungen eine Zusage zur Teilnahme erhalten.
Es ist vorgesehen, dass der Stadtkreis Mannheim gemeinsam mit dem Stadtkreis Freiburg und vier weiteren Landkreisen im kommenden Jahr an den Start gehen wird.

„Wir freuen uns sehr, als Stadt ein gemeinsames Projekt zusammen mit den freien Trägern realisieren zu können. Wir erhoffen uns, dass wir gesamtstädtisch durch die Teilnahme an dem Landesmodellprojekt einen großen Schritt auf dem Weg zur Inklusion im frühkindlichen Bereich weiter kommen werden“, hebt die Mannheimer Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb hervor.

Ziel dieses Modelversuches ist der Aufbau eines flächendeckendes Unterstützungssystems mit zwei eng miteinander verzahnten Diensten, das sich an Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflege richtet:
In dem Modellprojekt soll zum einen ein mobiler Fachdienst Inklusion mit zirka vier Fachkräften pro Stadt, erprobt werden, der fachlich einzelne Einrichtungen bei der Entwicklung inklusiver Bildungs- und Erziehungskonzepte sowie der entsprechenden Weiterbildung des Personals berät und unterstützt. Zum anderen ist eine Qualitätsbegleitung durch eine Fachkraft pro Stadt zur Netzwerkbildung und Unterstützung der lokalen Akteure vorgesehen.

Die beim Land angestellten Fachkräfte sollen Kitas und Tagespflegepersonen in die Lage versetzen, Kinder mit (drohender) Behinderung aufzunehmen und ihnen ein ihrem Bedarf entsprechendes qualitativ gutes frühkindliches Bildungsangebot zu machen sowie die Verankerung der Kitas im Sozialraum und ihre Vernetzung mit vorhandenen Strukturen stärken.

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