International - 19.05.2017

Miteinander Neues erleben: Besuch einer Schulklasse aus Toulon beim Geschwister-Scholl-Gymnasium in Mannheim

Mannheim, am 28.3.2017

Neun Schülerinnen und Schüler aus der Mannheimer Partnerstadt Toulon haben Großes gewagt und sich auf eine Reise in das für sie unbekannte Mannheim begeben. Eine Stadt, in einem Land, dessen Sprache sie (noch) nicht perfekt beherrschen, zu Austauschpartnerinnen und -partnern und deren Familien, denen sie noch nie begegnet sind. Während die internationale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg und der Austausch mit anderen Ländern für Viele Alltag ist, ist es für die 13- und 14-jährigen Schülerinnen und Schüler der französischen wie auch der deutschen Schule ein großer Schritt, denn so ein Austausch geht mit vielen Unbekannten einher.

Der Kontakt zwischen zwischen dem GSG und dem Collège Bon Accueil in Toulon geht auf die seit vielen Jahren bestehenden Beziehungen zwischen den Kirchengemeinden St. Lioba in Mannheim und Ste. Thérèse in Toulon zurück. Der Schulaustausch, der erst seit letztem Jahr besteht, ermöglicht neue Erfahrungen, lädt ein, Grenzen zu überschreiten und sich auf Neues einzulassen. Hier wird Europa direkt erlebbar, gründen die Schulaustausche doch auf der europäischen Idee. Erst am Sonntag fand in Mannheim eine „Pro-Europa-Demonstration“ statt, an der auch der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz teilgenommen hatte. Ziel war es, ein positives Signal für Europa und den Erhalt der Europäischen Union zu setzen.

Auch Stadträtin Lena Kamrad (SPD), die die Gäste aus Toulon und ihre Mannheimer Gastgeberinnen und Gastgeber in einem Klassenraum des Geschwister-Scholl-Gymnasiums begrüßte, stellte den europäischen Gedanken in den Mittelpunkt ihrer Rede: Wer an einem solchen Austausch teilnehme, der profitiere von Europa und trage gleichzeitig dazu bei. Frau Kamrad betonte, wie wichtig es sei, die städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Mannheim und Toulon, die seit mehr als 50 Jahren existieren, mit Leben zu füllen. Mit dieser Pflege der deutsch-französischen und der französisch-deutschen Beziehungen werde auch Europa gestärkt. Sie erwähnte auch ihre eigenen Erfahrungen als Schülerin in Austauschen mit Israel und Großbritannien, die sie als bereichernd empfand und deren damals geknüpfte Kontakte bis heute fortbestehen.

Einen besonderen Dank sprach die Stadträtin den Lehrerinnen und Lehrern aus, die den Austausch begleiten, denn es steckt viel persönliches Engagement hinter der Gestaltung eines Austauschprogramms. Auch der Schulleitung sei an dieser Stelle für die Unterstützung gedankt.

Im Mai fahren die deutschen Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch nach Toulon, wo sie ihrerseits viel Neuer erleben und erfahren werden.