Bildung & Wissenschaft - 29.01.2015

Medien-Elternabend klärt über Risiken und Möglichkeiten neuer Medien auf

Mit besonderem Augenmerk auf die kulturelle Vielfalt Mannheims lud die Stadtbibliothek zum „Medien-Elternabend“. In der Zentralbibliothek im Stadthaus N1 legte die dritte Ausgabe der kostenlosen Informationsveranstaltung ihren Fokus auf Mediennutzerinnen und -nutzer, die nicht muttersprachlich Deutsch aufgewachsen sind. „Als Bildungsbürgermeisterin ist es mir ein besonderes Anliegen, Eltern aller Mannheimer Kinder für den Umgang mit Medien zu sensibilisieren“, eröffnete Schirmherrin Dr. Ulrike Freundlieb, Bürgermeisterin für Bildung, Jugend und Gesundheit, die niederschwellige Veranstaltung in der Zentralbibliothek, „und darum gilt mein Dank vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die heute Abend als ‚Sprach-Guides‘ alle Fragen auf Arabisch, Englisch, Italienisch, Kroatisch, Rumänisch, Russisch oder Türkisch beantworten.“

Denn der Medien-Elternabend gibt konkrete Anregungen und Hilfestellungen, wie Mütter und Väter ihre Kinder für eine sichere und sinnvolle Nutzung von Medien stark machen können. So auch Juliane Jammer, Dozentin für digitale Medienbildung aus Berlin, deren Fachvortrag Risiken und Möglichkeiten im Umgang mit Smartphones verdeutlichte und Eltern praktische Empfehlungen gab, wie sie ihre Kinder zu einer sicheren Nutzung bewegen können. „Denn ob im Alltag, in der Schule oder im Beruf“, griff die zuständige Dezernentin das Thema auf, „ganz gleich in welcher Gestalt uns digitale Medien begegnen, der kompetente Umgang mit  ihnen ist ein wichtiger Bestandteil gelungener Bildung.“

Kinder und Jugendliche kompetent begleiten

Kostbares Wissen, das im zweiten Teil des Abends auf dem Themenbasar im persönlichen Gespräch vertieft wurde. Zahlreiche Mannheimer Medienexperten standen zu unterschiedlichsten Fragen der Medienerziehung Rede und Antwort – etwa vom Chaos Computer Club, dem ikubiz-Leseladen, GIRLS GO MOVIE oder von der Schreibwerkstatt GUSTAV. Außerdem standen Fachleute aus dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität, dem Internationalen Mädchentreff, der Jugendförderung, dem Jugendkulturzentrum FORUM, klicksafe, der Kriminalprävention des Polizeipräsidiums, pro familia, den Starkmachern sowie den Suchtberatungsstellen der Stadt Mannheim und des Caritasverbandes zur Verfügung.
 
An „Do-it-yourself“-Ständen der Stadtbibliothek konnten Besucher Geräte wie Tablet-PCs, Spielekonsolen und E-Book-Reader selbst ausprobieren oder die zahlreichen Medien der Bibliothek sowie kostenlose Broschüren zum Thema „Medienkompetenz“ zum Selbststudium nutzen. Denn fundiertes Wissen gepaart mit eigenen Erfahrungen ist die Basis, um Kinder und Jugendliche in ihrer Mediennutzung kompetent begleiten zu können.