Politik & Verwaltung - 08.09.2020

Mannheim ist Smart City Modellstadt

86 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland haben sich auf die Ausschreibung des Bundesinnenministeriums beworben.  Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, hat am 8. September 2020 die erfolgreichen Projekte der zweiten Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ bekanntgegeben. Die in diesem Jahr ausgewählten Projekte werden mit 820 Millionen Euro bezuschusst.

Mannheim konnte mit seinem Projektantrag „sMArt roots“ überzeugen und erhielt als eine von 20 Städten den Zuschlag. Aufbauend auf der kommunalen Digitalisierungsstrategie soll nun in einem weiteren Schritt zusammen mit allen kommunalen Beteiligungen eine gemeinsame Smart City Strategie entwickelt und in Modellprojekten realisiert werden.

Dafür erhält Mannheim Fördermittel des Bundes in Höhe von circa 1,5 Millionen Euro. Im April hat der Gemeinderat hierzu bereits beschlossen, dass - im Falle eines Erfolges der Bewerbung-  der erforderliche Eigenanteil in Höhe von bis zu 875.000 Euro durch die Stadt Mannheim getragen wird. Damit beläuft sich das Projektvolumen auf insgesamt circa 2,4 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz freut sich über diese guten Nachrichten. „Unsere Strategie, das kommunale Handlungsfeld „Digitalisierung“ als Teil unseres Leitbildes Mannheim 2030 zu entwickeln, erhält durch die Bundesförderung eine besondere Bestätigung und Anerkennung. Durch diese finanzielle Unterstützung können wir trotz der aktuellen Corona-bedingten finanziellen Belastungen unsere Projekte zügig weiterverfolgen, um Mehrwerte für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen möglichst schnell zu erzielen.“   

Erst im Oktober 2019 zeichnete der Digitalverband Bitkom die Stadt Mannheim im Vergleich mit 81 Großstädten im Rahmen seines Smart City Index als „smarteste Verwaltung“ aus.
Nun will die Stadt gemeinsam mit den kommunalen Beteiligungen unter Federführung der Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (MKB) und der MVV Energie AG, die bereits bei der Antragstellung eine maßgebliche Rolle gespielt hat, auf diesem Erfolg aufbauen und Mannheim zu einer „Smart City“ weiterentwickeln.

Erster Bürgermeister und IT-Dezernent Christian Specht erklärt hierzu: „Die Aufnahme in das Bundesförderprogramm ist eine riesige Chance, um durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten nun rasch weitere Schritte hin zu einer ressourcenschonenden und smarten Stadt zu unternehmen. Wir werden dabei einen doppelten Ansatz verfolgen: zum einen die Entwicklung einer umfassenden Smart City Strategie unter Berücksichtigung hoher datenethischer Standards mit gleichzeitiger Umsetzung von konkreten Projekten.“

Insbesondere soll die Nutzung der digitalen Möglichkeiten in den Bereichen Energie, Verkehr, und Ressourcen sowie weiteren Handlungsfeldern strategisch aufbereitet und in einem ersten Schritt mit konkreten Anwendungsfällen erlebbar gemacht werden.
 
Die im Rahmen des Förderprogramms Modellstadt Smart City entwickelten Konzepte, Prozesse und Lösungen sowie die gewonnenen Erfahrungen sollen auch weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Damit nimmt die Stadt Mannheim eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung der Stadtgesellschaft ein.

 

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