Kultur - 24.09.2021

Mannheim, Eiszeit und Klimawandel

Symposium am 30.9. zu Ehren Karl Friedrich Schimpers

Mannheim hat eine besondere Beziehung zu den Themen Eiszeit und Klimawandel. Die historischen und wissenschaftlichen Verbindungen beleuchten die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) am Donnerstag, den 30. September 2021. Gemeinsam mit dem Historischen Institut der Universität Mannheim laden sie zu einem Symposium zu Ehren von Karl Friedrich Schimper (1803 – 1867) ein. Der gebürtige Mannheimer prägte als erster den Begriff „Eiszeit“ und begründete die Paläoklimaforschung. Durch den Verrat eines Studienfreundes blieb ihm der dafür zustehende Ruhm jedoch lange Zeit verwehrt.

Das Symposium startet um 9:30 Uhr. Auf dem Programm stehen Vorträge und eine Lesung, die sich verschiedenen Aspekten aus dem Leben und Werk des vielseitigen Wissenschaftlers Karl Friedrich Schimper widmen. Zum Abschluss spannt rem-Generaldirektor Prof. Dr. Wilfried Rosendahl um 19 Uhr den Bogen von der Eiszeit über Schimper bis zur aktuellen Forschung. Er nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise in die Welt vor 30.000 Jahren. Denn im Untergrund von Mannheim und der Rhein-Neckar-Region befindet sich eines der wichtigsten kontinentalen Klimaarchive Europas für das Eiszeitalter. In den Sand- und Kiesablagerungen wurden zahlreiche spektakuläre Funde gemacht. Diese werden an den rem mit neuesten Methoden untersucht und liefern spannende Erkenntnisse zu Klima, Umwelt und Landschaftswandel.

Das Symposium findet anlässlich der aktuellen Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“ statt. Die Teilnahme am Symposium und am Abendvortrag ist kostenfrei. Alle Veranstaltungen sind im Anna-Reiß-Saal im Museum Weltkulturen D5. Um Anmeldung wird gebeten unter schimper-tagung@uni-mannheim.de.

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