Sport - 12.11.2010

Mannheim – die behindertenfreundliche Stadt, Kongress am 2. und 3. Dezember 2010

Am 2. und 3 Dezember 2010 veranstaltet die Stadt Mannheim im Stadthaus N 1 den Kongress "Mannheim - die behindertenfreundliche Stadt". Integration, Inklusion und Teilhabe sind in Fachkreisen akzeptierte Leitideen.Im Alltag gibt es vielfach noch Barrieren im Kopf im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Das Thema Behinderung im Alltag verankern: hier will der Kongress "Mannheim - behindertenfreundliche Stadt" ansetzen.

Deshalb richtet sich der Kongress an alle Bürgerinnen und Bürger aus Mannheim und der Metropolregion, Betroffene und deren Angehörige. Dabei sollen aktuelle Herausforderungen und Fragestellungen moderner Behindertenhilfe, -planung und -politik erörtert und praktische Lösungswege sowie Handlungsempfehlungen für Mannheim entwickelt werden.
"Mannheim setzt sich gezielt und beständig für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Mit dem Kongress ‚Mannheim - die behindertenfreundliche Stadt' wollen wir das Thema noch stärker in die Öffentlichkeit tragen und die Bevölkerung dafür sensibilisieren", erläutert Bürgermeister Michael Grötsch.
So verschiedenartig Behinderungen von Menschen sein können, so vielfältig ist auch das Spektrum an Bereichen des alltäglichen Lebens, die der Leitgedanke einer behindertenfreundlichen Stadt umfasst. "Barrierefreiheit bedeutet weit mehr als der viel zitierte ebenerdige Zugang zur Straßenbahn. Barrierefreiheit umfasst einen für Blinde und sehbehinderte lesbaren Internetauftritt, aber auch, dass Bildung für Menschen mit Behinderung gleichermaßen zugänglich sein muss", stellt Klaus Dollmann, Beauftrager für Menschen mit Behinderung der Stadt Mannheim, fest.
Diese Vielfalt an Lebensbereichen wird bei dem Kongress in fünf Workshops zu den Themen
-       Chancengleichheit bei Arbeit und Beschäftigung
-       Schaffung behindertenfreundlicher Wohnungen,
-       Bildung von Anfang an für ALLE,
-       Freizeit und Kultur,
-       Barrierefreiheit als Gestaltungsprinzip und
aufgegriffen.
In den Workshops soll ein Aktionsplan erarbeitet werden, wie Menschen mit Behinderung die Teilnahme und Teilhabe am Alltagsleben ermöglicht werden kann.
Parallel zum Kongress findet im Foyer im Stadthaus N 1 ein öffentlicher "Infomarkt" von Institutionen und Organisationen von und für Menschen mit Behinderung statt. Umrahmt wird der Kongress von einem musikalischen Kulturprogramm, welches von Menschen mit und ohne Behinderung zusammen ausgestaltet wird.
Die Erklärung von Barcelona mit Leben füllen Der Kongress "Mannheim - behindertenfreundliche Stadt" ist Teil eines fortlaufenden Prozesses.
Im Oktober 2009 wurde die Umsetzung der "Erklärung von Barcelona" vom Gemeinderat der Stadt Mannheim beschlossen und am 3. Mai 2010 von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung der Erklärung verständigen sich die unterzeichnenden Städte auf 17 Vereinbarungen, die den Kommunen Wege zu einer behindertenfreundlichen Stadt aufzeigen. Weitere Meilensteine zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung waren die "Deklaration von Madrid" im Jahr 2003 sowie die "Übereinkunft der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" von 2006. Sie ist im März 2009 in Deutschland in Kraft getreten.
Bereits im Jahr 2007 wurde das Mannheimer Behindertenforum gegründet. Das Behindertenforum ist wichtiger Motor zur Umsetzung von Integration, Inklusion und Teilhabe von behinderten Menschen und zugleich Plattform von Verantwortlichen und Praktikern der Behindertenhilfe sowie Betroffenenverbänden. In einer Reihe von Workshops und Expertenrunden erarbeitet das Behindertenforum Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung. Diese Handlungsempfehlungen fließen in den lokalen Teilhabeplan der Stadt ein, der von der Sozialplanung entwickelt wird und insbesondere der Verwaltung obliegende Aufgaben differenzierter aufführt. Der lokale Teilhabeplan ist für Gemeinderat und Verwaltung Entscheidungsgrundlage, was, wann, von wem und mit welchen Mitteln umgesetzt wird.

www.mannheim.de/behindertenkongress

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