Corona - 28.05.2020

Mannheim bleibt achtsam

Seit gut zwei Monaten ist das öffentliche Leben durch die Corona Pandemie stark eingeschränkt. Das hat erhebliche psychische, gesundheitliche und ökonomische Auswirkungen. Das deutsche Vorgehen gilt im globalen Vergleich als erfolgreich und vorbildhaft. Die Stadt Mannheim ist Teil dieser erfolgreichen Strategie und im landesweiten Vergleich der Großstädte unter den im Süden Deutschlands am wenigsten betroffenen Metropolen. Der Erfolg ist die Basis für die gerade erfolgenden Öffnungen. Jetzt sind wir konfrontiert mit dem „Verhältnismäßigkeits-Paradox“: Der große Erfolg der Maßnahmen gilt für manche als Beleg Ihrer Unverhältnismäßigkeit. In der zweiten, deutlich schwierigeren Phase, geht es nun darum, dass die  zwei  Ziele „Wiederbelebung“ und „Pandemie-Bekämpfung“ nicht in Konflikt miteinander geraten, zumal das erste Ziel in Gefahr gerät, wenn das zweite nicht gelingt.

Wie in der ersten Phase hängt der Erfolg vom verständigen und vernünftigen Verhalten der Mehrheit der Menschen ab. Um an diesem Erfolg anzuknüpfen hat sich die Stadt Mannheim entschlossen mit Partnern aus Wirtschaft und Kultur die Kampagne „Mannheim bleibt achtsam" ins Leben zu rufen.

Aufgabe der Kampagne wird es sein, die Motivation hoch zu halten und für die Stadtgesellschaft ein Zeichen für Achtsamkeit und Solidarität zu setzen.

 

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz:

„Es geht nicht um Anpassung an staatliche Maßnahmen, sondern um die Verantwortung aller und damit jedes und jeder Einzelnen! Hierzu braucht es ein möglichst großes Aktionsbündnis der vielen, von Verbänden bis zur Schule, dem Kulturverein bis zum Global Player, von Gastronomie und Handel.“

 

Andreas Hilgenstock, Geschäftsführender Gesellschafter der Engelhorn GmbH & KGaA meint dazu:

„Die Kampagne ist trotz des ernsten Hintergrundes humorvoll und sympathisch – sie passt deshalb gut zu Mannheim.

Und sie appelliert dabei an die Eigenverantwortung der Bürger, ohne Angst zu machen. Sie hilft, Corona im Griff zu halten – und vor allem: einen zweiten „Lockdown“ zu verhindern, der noch katastrophalere Folgen hätte wie der erste. „Engelhorn unterstützt diese Kampagne auf allen Kanälen (stationär und online).“

Die Kampagne soll von der Straßenbahn über das Taxi und städtische Fahrzeuge ebenso kommuniziert werden wir über Schaufenster, Hotels, Gastronomie und die digitalen Medien.

 

Roger Schilling, Geschäftsführer der Essity Operations Mannheim GmbH, meint:

„Als Hygiene- und Gesundheitsunternehmen ist es unser Ziel, die Gesundheit und das Leben von Menschen zu verbessern. Deshalb unterstützen wir auch diese Kampagne, die genau dazu einen wichtigen Beitrag leistet. Denn nur wenn sich alle achtsam verhalten – im Privatbereich ebenso wie im Berufsleben – können wir uns und andere vor einer erneuten Ausbreitung des Virus und allen damit verbundenen Konsequenzen schützen.

Natürlich denken wir dabei auch an unsere Mitarbeiter, die schon während der gesamten Krise Großartiges leisten, um die Bevölkerung auch weiterhin mit unverzichtbaren Hygiene- und Gesundheitsartikeln zu versorgen. Sie zu schützen, auch mit Hilfe einer solchen Kampagne, hat für uns oberste Priorität.“

 

Karmen Strahonja, Geschäftsführerin Stadtmarketing Mannheim GmbH:

 „Wir als Stadtmarketing haben die Kampagne für Mannheim entwickelt und werben mit positiven Signalen für Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Dafür haben wir ein Bündnis aus vielen Partnern innerhalb der Stadt mobilisiert und transportieren gemeinsam die Botschaft „Damit alles gut bleibt“. Daher können sich alle, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, an das Stadtmarketing wenden“

 

Die zentrale Botschaft „Mannheim bleibt achtsam“ ist über alle Plakatmotive identisch und kann von den Bildmotiven variieren bzw. von den jeweiligen Partnern mit eigenen Bildmotiven genutzt werden. Die einzelnen Motive drehen sich um 4 Ziele:

 

1. Abstand halten

 

(1,5 – 2 Meter) reduziert Infektionsrisiko.

 

2. Lüften

„Dicke Luft“ vermeiden, diese sorgt dafür, dass Treiber-Ereignisse entstehen. Das sind Ereignisse bei denen Menschen intensiv Zeit miteinander verbringen (Sitzungen/Meetings, Sportkurse, Clubs, Indoor-Veranstaltungen u.a.), in denen nicht für ausreichend zirkulierende Frischluft gesorgt ist. Wichtig ist Abluft, Fenster auf und Zugluft -Lüftungskonzepte sind erforderlich; Dauer begrenzen)

 

3. Maske tragen

Das Tragen einer Maske reduziert Infektionsrisiko beim Zusammentreffen von Menschen, wenn der Abstand nicht gesichert ist oder wenn viele Menschen zusammentreffen.

 

4. Bei Verdacht sofort Testen lassen

Bei vermuteten, beginnenden Symptomen sofort zum Test.

Sobald die Tracing- App eingeführt wird, wird es noch ein weiteres, fünftes Motiv geben:

 

 

5. Tracing- App

Eine Tracing-App hilft Ansteckungen nachzuverfolgen; Nutzer könnten umgehend gewarnt werden, um Corona-Infektionsketten zu durchbrechen.

In den nächsten Tagen sollen noch weitere Partner für die Kampagne gewonnen werden, diese werden regelmäßig auf der städtischen Homepage vorgestellt.

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