Politik & Verwaltung - 12.03.2020

Mahnmal vor K 7

Ein Mahnmal, das auf die Zwangssterilisationen während des Nationalsozialismus hinweist, steht seit heute vor dem Gebäude der Bürgerdienste in K 7. Bürgermeisterin Felicitas Kubala und Bürgermeister Dirk Grunert haben es bei einer Veranstaltung gemeinsam mit Schüler*innen offiziell in Empfang genommen.

„Wir machen uns mit der jährlichen Wanderung des Mahnmals bewusst, dass auch städtische Ämter und ihre Mitarbeiter*innen während der furchtbaren Zeit des Nationalsozialismus an der aktiven Durchführung der Zwangssterilisation beteiligt waren. Das Standesamt steht dafür nun sinnbildlich. Das Mahnmal hilft dabei, sich mit den Taten des NS-Regimes aktiv auseinanderzusetzen und auch in der heutigen Zeit weiter wachsam zu bleiben“, so Bürgermeisterin Felicitas Kubala.

Die Konzeption des Mahnmals stammt von Künstler Michael Volkmer und geht auf die bei der Ausschreibung bekannten 1000 Opfer von Zwangssterilisationen in Mannheim zurück, die er bei der Umsetzung des Mahnmals als 1000 einzelne Würfel zu einem Ganzen zusammengesetzt hat.

Seit 2013 steht das Mahnmal vor Institutionen in Mannheim, die aktiv an der Durchführung des Zwangssterilisationsprogrammes der Nationalsozialisten mitgewirkt haben. Es wechselt jährlich den Standort. Dieses Jahr „wanderte“ das Mahnmal vom Jugendamt der Stadt Mannheim an das Standesamt, als Teil der Bürgerdienste. Nun hat das Standesamt die Verantwortung für das Mahnmal übernommen. Das Mahnmal wird von zwei Schulen an seinem jeweiligen Standort im Rahmen einer Patenschaft betreut. Für das kommende Jahr werden das die Schüler*innen der Justus-von-Liebig-Schule und des Elisabeth-Gymnasiums übernehmen und sich damit aktiv mit einem Teil der Mannheimer Geschichte befassen.

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