Umwelt & Verkehr - 31.01.2020

Luisenpark: Grüne Schule erhält Auszeichnung

Gleich zwei Projekte der Grünen Schule der Mannheimer Stadtparks wurden als offizielle Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Urkundenübergabe durch Bürgermeisterin Felicitas Kubala erfolgte am Freitag, den 31. Januar 2020, im Grünen Klassenzimmer des Mannheimer Luisenparks. Die Arbeit von Ursula Jünger, Leiterin der Grünen Schule der Mannheimer Parks, rund um den Heilpflanzengarten „Natur-Apotheke inmitten der Großstadt“ wurde von einer unabhängigen Jury ebenso gewürdigt wie ihre Kurse, Workshops und Aktivitäten rund um den „Insekten-Hotspot Luisenpark“. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in vorbildlicher Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Nach der Begrüßung durch Parkdirektor Joachim Költzsch erfolgte die Übergabe der Auszeichnungsurkunden durch Bürgermeisterin Felicitas Kubala an Ursula Jünger und ihr Team. Beide Urkunden sind unterzeichnet von Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit sowie von der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel. Im Anschluss an die Urkundenübergabe stellte Ursula Jünger ihre spannende Arbeit vor und erläuterte die beiden beeindruckenden Projekte. 

Durch die Konzeption, den Bau und die Aktivitäten rund um den Heilpflanzengarten im Luisenpark, der eine „Naturapotheke mitten in der Großstadt“ geworden ist, hat die Grüne Schule ein deutliches Zeichen für das Engagement zur Erhaltung biologischer Vielfalt in Deutschland gesetzt. Durch mehrere hundert Kurse, Workshops und Führungen im Jahr schafft es das Team der Grünen Schule, verschiedenste gesellschaftliche Gruppen für die Natur zu begeistern. Die Aktivitäten rund um den Heilpflanzengarten, dessen Bau im Jahr 2007 durch die Finanzierung des Förderkreises Freunde des Luisenparks e.V. realisiert werden konnte, haben die UN-Dekade-Fachjury beeindruckt. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhielt Ursula Jünger einen „Vielfalt-Baum“ als Symbol für die Vielfalt der Natur.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in der Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist dafür wichtige Voraussetzung. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme mit ihren verschiedenen Ökosystemleistungen. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen die Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, ihrer nachhaltige Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen. 
Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter/innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind. Die UN-Dekade Fachjury tagt zweimal im Jahr. Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt.

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