Politik & Verwaltung - 19.07.2019

Lothar Mark erhält das Bundesverdienstkreuz

„Ich fühle mich stellvertretend für alle geehrt, die mich über all die Jahre unterstützt haben“, dankte Mannheims Ehrenringträger Lothar Mark. Mannheims Bürgermeister a.D., ehemaliger Bundestagsabgeordneter und Multifunktionär im Ehrenamt erhielt von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ – das Bundesverdienstkreuz.

Für die Stadt gratulierte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Der Staat bringt mit dieser Ehrung zum Ausdruck, dass er herausragendes Engagement würdigt und anerkennt, dass dieses für den Staat wie für die Gesellschaft unverzichtbar ist“.

Er erinnerte an das Engagement von Lothar Mark, der sich seit 1970 zunächst in seinem Heimatstadtteil Wallstadt, von 1975 bis 1989 im Gemeinderat und im Anschluss als Bürgermeister für Kultur, Schulen, Sport- und Bäderwesen in Mannheim engagierte, ehe er bis 2009 im Bundestag saß und seine Heimatstadt von dort aus im Blick behielt aber auch internationale Kontakte, vor allem nach Südamerika, knüpfte. „Er war damit der Vorreiter für das internationale Engagement der Kommunen und seiner Zeit voraus“, so Kurz.

Vom beruflichen Werdegang abgesehen war und sei es aber vor allem das ehrenamtliche Engagement, mit dem Lothar Mark in Mannheim Spuren hinterlassen habe. Egal ob als Präsident des Mannheimer ERC, den er in schwierigen Zeiten übernommen hatte, als Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Mannheimer Künstler oder als Gründer der Freunde und Förderer des Herschelbades. Noch heute ist der 73-Jährige als Stellvertretender Vorsitzender der MTG Mannheim aktiv.

Von so viel Engagement zeigte sich auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk als Laudator im Florian-Waldeck-Saal des Museums Zeughaus beeindruckt. „Lothar Mark ist eines der Mannheimer Urgesteine in bester sozialdemokratischer Tradition“, befand er. Denn die Tätigkeit im „Hauptamt“ sei das eine. „Entscheidend für so eine Ehrung ist aber, was da noch nebenher läuft.“ Und das sei rundherum beeindruckend und könne nur mit der höchsten Ehrung des Staates angemessen gewürdigt werden.

„Menschen in Mannheim lagen und liegen Lothar Mark am Herzen. Er ist ein Glücksfall für Mannheim. Menschen wie er sind für das gesellschaftliche Gefüge unentbehrlich.“
Der so Geehrte gab sich bescheiden. „Nach so viel Lob wird einem erst klar, was man alles gemacht hat.“ Sein Dank dafür galt der gesamten Familie, die ihn über all die Jahre in seinen Aktivitäten unterstützt habe. „Sie mussten viel ertragen und haben ihn ertragen.“ Das sei mittlerweile zwar weniger geworden, aber einen Lothar Mark im „Ruhestand“ kann es nicht geben. „Was mich aktuell umtreibt ist die Umweltpolitik“, bekannte er.

Dann erinnerte er an all die Menschen, die ihn in der Vergangenheit unterstützt haben und auch in der Gegenwart unterstützen. „Denn man kann nur viel initiieren und für die Gesellschaft tun, wenn man die richtigen Mitstreiter hat.“ Deshalb schloss er seine Dankesworte mit einem Appell: „Ohne ehrenamtliche Arbeit würde der Laden zusammenbrechen. Setzen Sie sich deshalb ehrenamtlich ein.“

 

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