International - 18.05.2017

Le journal de Toulon oder Ein rundum gelungener Austausch

Besuch des Ludwig-Frank-Gymnasium bei der Partnerschule "Collège Maurice Ravel" in Toulon vom 29. April bis 5. Mai 2017

Nach 14-stündiger Busfahrt kamen wir endlich in Toulon an. Mit Plakaten wurden wir überaus herzlich begrüßt, und wir alle haben uns gefreut, unsere Austauschpartner nach so vielen Wochen wieder zu sehen. Abends hatten wir frei, um unsere Familien kennenzulernen und uns mit unserer Unterkunft für die nächsten Tage vertraut zu machen. Alle Gastfamilien waren sehr, sehr nett. In manchmal sprachlich schwierigen Situationen, in denen man gar nicht mehr wusste, was man jetzt sagen sollte, halfen sie gern und immer freundlich.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle an der Schule unserer Austauschpartner (Collège Maurice Ravel), wo wir dann den französischen Unterricht besuchten. Wir frühstückten gemeinsam in der Mensa, wo wir auch später Mittagessen bekamen. Die Pause und die Freistunde verbrachten wir auf dem Schulhof, und dann wurden uns T-Shirts und Infomaterial über die Gegend überreicht. Später gingen wir in die Innenstadt, um eine Stadtrallye zu machen. Danach wurde uns im Rathaus ein Film über Toulon gezeigt, und Stadträtin Frau Martin-Lombard hielt eine Ansprache. Anschließend gab es einen kleinen Snack und Taschen mit Touristeninformationen über Toulon. Unglaublich schön war die Aussicht vom Balkon des Rathauses auf das Meer und die vielen Boote.  Nach dem Rathausbesuch hatten wir Freizeit und sind ein bisschen durch die Stadt gebummelt. Im Anschluss ging es zurück zur Schule und dann wieder ‚nach Hause‘.

Am zweiten Tag haben wir uns früh an der Schule getroffen, um von da aus an den Strand zu laufen. Es stand Kajakfahren und Steh-Paddeln auf dem Programm. Wirklich sehr nette Guides zeigten uns zuerst, wie wir richtig im Kajak sitzen bzw. auf den wackligen Steh-Paddelbooten stehen mussten – und dann ging es los. Die meisten von uns sind mehrmals von den Steh-Booten ins Wasser gefallen, aber wir hatten Neopren-Anzüge an und haben somit nicht gefroren. Nach mehreren Stopps entlang der Küste gelangten wir dann schließlich zu einer Lagune, wo die Boote getauscht wurden (Kajaks gegen Stehpaddelboote und umgekehrt).
Beendet wurde der Ausflug mit einem Picknick auf einer schönen Wiese. Je nachdem, was die Gasteltern uns eingepackt hatten, freuten wir uns über Sandwiches, Salat, Brot und etwas Süßes zum Nachtisch. Nach dem Essen wurde noch ein bisschen gekickt und das Meer betrachtet und dann ging es zurück zur Schule, wo wir nach einer Stunde regulärem Unterricht an unseren Projekten arbeiteten: Wir durften uns unser WG-Zimmer mithilfe einer speziellen Software einrichten  und ein Rollenspiel einstudieren. Nach Unterrichtsende ging es zurück zu unseren Gastfamilien.

Das Wochenend-Programm wurde individuell von den Gastfamilien gestaltet: Meine Familie ist mit mir nach Marseille gefahren und diese Stadt gefällt mir wirklich besonders gut. Außerdem waren wir zum Bowling gegangen und haben dort noch andere Austauschpartner getroffen. (Wahrscheinlich haben die Franzosen gedacht, dass sie sich so für das Bowlen hier in Mannheim ‚revanchieren‘ können. Es hat auch allen gut gefallen.)  

Sonntags hat mir ‚meine‘ Familie nochmal Toulon ganz genau gezeigt: Wir waren in einer Kunstausstellung, in der Oper, sind stundenlang durch kleine, romantische Gässchen und über typisch mediterrane Plätze mit schönen Brunnen spaziert. Dann sind wir in ein Einkaufszentrum (eine ‚Mall‘) gefahren, wo aber nur einige kleine Geschäfte geöffnet hatten .Am Ende ging es mit der ganzen Familie ins Schwimmbad. Es war ein wirklich gelungenes Wochenende!  

 Eines der Highlights des gesamten Programms war der Ausflug zu einem Naturschutzgebiet. Da dieses Gebiet auf einem Berg liegt, sind wir mit einer Gondel dorthin gefahren und hatten oben eine wundervolle Aussicht! Danach fuhren wir zurück zur Schule, hatten dort noch Mathe-Unterricht  - und dann ging es heim zur Gastfamilie.

Am vorletzten Tag haben wir, diesmal ohne unsere Austauschpartner, einen Boots-Ausflug gemacht und es ging mit dem Boot wieder zur Schule, um weiter an unseren Projekten zu arbeiten. Später wurden die Ergebnisse unserer deutsch- französischen Projekte der Stadträtin, der Schulleitung, den Eltern und den Lehrern präsentiert.

Der Tag der Abreise begann mit dem Besuch eines Marine-Museums. Danach verbrachten wir noch ein paar Stunden Zeit mit unseren Gastfamilien, an die wir uns wirklich schon sehr gewöhnt hatten.  Als am frühen Abend der Bus zu bereitstand, fiel uns allen der Abschied schwer – zahlreiche Tränen flossen! Aber dennoch waren wir alle dankbar und froh, dass wir an diesem Austausch teilnehmen durften!

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei den Gasteltern bedanken, dass sie uns so herzlich aufgenommen haben. Natürlich danken wir auch unseren Eltern, dass sie uns die Reise überhaupt ermöglicht haben. Des Weiteren möchten wir uns bei der Stadt Mannheim bedanken, dass wir im Mannheimer Stadthaus empfangen und verköstigt wurden, sowie an einer Stadtführung teilnehmen durften und dass wir bei der Fahrt nach Toulon finanziell unterstützt wurden. Außerdem möchten wir uns bei den Schulleitungen bedanken, dass sie diese interkulturelle Reise genehmigt haben. Einen großen Dank auch an die organisierenden und  begleitenden Lehrer Herr Hammouda und Herr Banek ohne die dieser Austausch und diese Erfahrung nicht stattgefunden hätte.

Merci beaucoup!

 

Pierre Banek
Organisator des Austauschs am Ludwig-Frank-Gymnasium