Bildung & Wissenschaft - 20.05.2019

Kooperationsvereinbarung „Lernfabrik 4.0“

Stadt Mannheim, Werner-von-Siemens-Schule (WvSS) und Friedrich-List-Schule schaffen gemeinsame Arbeitsbasis zur Umsetzung einer „Lernfabrik 4.0“ in Mannheim

Eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Projektvorhabens „Einrichtung einer Lernfabrik 4.0 an beruflichen Schulen in Mannheim“ hat jetzt die Stadt Mannheim mit der Friedrich-List- und der Werner-von-Siemens-Schule geschlossen. Im Rahmen eines Arbeitstreffens unterzeichneten Lutz Jahre, Leiter des Fachbereiches Bildung der Stadt Mannheim, sowie die Schulleiter Albert Weiß von der Werner-von-Siemens-Schule und Peter Bischof von der Friedrich-List-Schule die Vereinbarung.

„Durch die Förderung der Einrichtung einer Lernfabrik 4.0 wird unser berufliches Schulsystem zukunftsfähig weiterentwickelt und nachhaltig gestärkt. Und der Produktionsstandort Mannheim kann auf zukunftsfähige Fachkräfte, die für die Anforderung von morgen ausgebildet wurden und entsprechende Kompetenzen erworben haben, zurückgreifen“, freute sich Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb.

„Das berufliche Schulsystem will Auszubildende auf die künftigen Anforderungen der Wirtschaft vorbereiten“, erläutert Jahre, „die Einrichtung einer Lernfabrik 4.0 ist ein wichtiger Baustein der digitalen Ausstattung des Berufsschulstandorts Mannheim.“ Die Kooperationsvereinbarung schaffe die gemeinsame Arbeitsbasis für den kommenden Projektverlauf und regelt Zuständigkeiten, Pflichten und Rollen der künftigen Zusammenarbeit.

„Die Unterzeichnung dieser Kooperationsvereinbarung ist die formale Grundlage und damit der nächste große Schritt bei der Umsetzung dieses richtungweisenden Projektes, mit dem wir die Digitalisierung 4.0 in der beruflichen Bildung voranbringen werden“, ist Weiß überzeugt. Mit den vom Land und der Wirtschaft bereitgestellten Fördergeldern sowie Eigenmitteln der Stadt Mannheim soll an der Werner-von-Siemens-Schule bis 2021 die gemeinsam genutzte „Lernfabrik 4.0“ entstehen. Von der Anlage profitieren sollen neben Auszubildenden und Teilnehmenden an Weiterbildungsgängen auch kleine und mittelständische Unternehmen. In Workshops sollen diese anschauliche und praxisorientierte Einblicke in Industrie 4.0-Lösungen erhalten. Auf diese Weise wird durch die „Lernfabrik 4.0“ nicht nur das berufliche Schulsystem sondern auch der Produktionsstandort Mannheim zukunftsfähig weiterentwickelt und nachhaltig gestärkt.

Hintergrund „Lernfabriken 4.0“
Anhand von Grundlagenmodulen lernen die Schüler zunächst einzelne Einheiten eines Produktionsprozesses kennen. Durch den Zusammenschluss der Module zu einem verketteten und digital vernetzten Anlagensystem kann eine komplexe Produktionskette abgebildet werden. Dadurch werden die Schüler sowie Teilnehmende von Weiterbildungsangeboten optimal auf die Transformationen einer zunehmend vernetzten und von Digitalisierung geprägten Arbeitswelt vorbereitet. Über ihrem Einsatz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung hinaus soll die Lernfabrik 4.0 als Demonstrationszentrum für Industrie-4.0-Lösungen innerhalb der Region dienen.

Mit rund 162.000 Euro beteiligt sich das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Rahmen seiner Strategie „digital@bw“ an der Einrichtung einer Lernfabrik 4.0 an beruflichen Schulen in Mannheim. Die Stadt Mannheim steuert Gelder in Höhe von 200.000 Euro bei, die regionale Wirtschaft unterstützt das Vorhaben mit weiteren 40.000 Euro.

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