Kinder, Jugend, Familie - 26.06.2020

Kitas ab Juli wieder für alle Kinder geöffnet

 „Betrieb unter Pandemiebedingungen“ / Alle Kinder sollen wieder die Kita besuchen können / Noch keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“

Die Stadt Mannheim sowie die freien Träger haben – gemäß der entsprechenden Verordnung des Landes – seit 1. Juli ihre Tageseinrichtungen für Kinder im „Betrieb unter Pandemiebedingungen“ wieder geöffnet. Dabei müssen nach wie vor die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes gewährleistet bleiben. Das bedeutet, dass es hinsichtlich der pädagogischen Angebote noch keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“ gibt. Dennoch erhält jedes Kind, das auch voher eine Kita besuchte, ein Betreuungsangebot - wenn auch gegebenenfalls nicht im selben Umfang wie bislang gewohnt.

„Das gemeinsame Ziel von Stadt und Trägern ist es, allen Kindern unter den gegebenen Prämissen die bestmöglichen Angebote machen zu können. Hierauf haben wir uns bei einem gemeinsamen Gespräch am Montag zwischen Stadt und Trägern verständigt“, betont Bildungsbürgermeister Dirk Grunert. Somit gewährleisten alle Träger in Mannheim seit 1. Juli in Abhängigkeit von der jeweiligen Personalsituation entsprechende Betreuungsmodelle im Rahmen des „Betriebs unter Pandemiebedingungen“.

Die freien Träger bieten den Eltern unterschiedliche Betreuungsmodelle – entweder im bisherigen Umfang oder zum Teil in reduzierter Form – an, die beim jeweiligen Träger erfragt werden können.
Die Kinder werden in festen Gruppen betreut. Die Gruppengröße richtet sich nach der bisherigen jeweiligen Betriebserlaubnis.

Für die Rückkehr des Kindes in die Tageseinrichtung müssen sich Eltern nicht gesondert anmelden. Sie können sich direkt mit der Einrichtungsleitung ihrer Kita in Verbindung setzen.

 

Städtische Kindertagesstätten

In den 53 städtischen Einrichtungen erhalten alle Kinder ein Betreuungsangebot an fünf Tagen in der Woche. Die Einhaltung der Infektionsschtuzvorgaben und damit verbundene personelle Engpässe in den Kindertagesstäten machen es aber erforderlich, das Betreuungsangebot gegenüber dem Normalbetrieb einzuschränken. Nur so ist es möglich, allen Kindern ein Angebot zur Verfügung stellen zu können.  

Die generellen Öffnungszeiten aller Kinderhäuser sowie die Betreuungszeiten für alle Kinder werden täglich auf maximal 8 bis 16.30 Uhr (freitags bis 16 Uhr) angepasst.

In Krippe und Kindergarten stehen in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Personal folgende Betreuungsangebote bereit: Ganztagesangebote, Verlängerte Öffnungszeit (VÖ: 8 bis 14 Uhr) oder Vormittagsbetreuung (VM, neu: 8 bis 12 Uhr). In den Horten werden Grundschulkinder im Anschluss an die Schule ab 11.30 Uhr betreut und zwar fünfstündig (11.30 bis 16.30, freitags bis 16 Uhr), dreistündig (11.30 bis 14.30 Uhr) oder zweistündig (11.30 bis 13.30 Uhr).

Die Gebühren werden entsprechend angepasst. Kinder, die die Kita im Rahmen der Notbetreuung besuchten, behalten ihren Platz.

Ab Herbst soll dann jedes Kind im Krippen- und Kindergartenbereich der städtischen Kitas zumindest das Angebot eines VÖ-Platzes (verlängerte Öffnungszeit bis 14 Uhr) sowie im Hortbereich eine fünfstündige Nachmittagsbetreuung erhalten. Auch eine Erweiterung der Randzeitenbetreuung wird für den Herbst angestrebt. Hierfür ist allerdings zusätzliches Personal erforderlich, um das sich die Stadt derzeit bemüht. Die finale Entscheidung über das Konzept trifft der Gemeinderat.

„Unser Ziel war es, dass ab Juli wieder alle Kinder an fünf Tagen in der Woche ihre Einrichtung besuchen können. So möchten wir den Familien, die lange Zeit unter erheblichen Druck standen, helfen und die Möglichkeiten, Beruf und Familie vereinbaren zu können, verbessern“, betont Familienbürgermeister Dirk Grunert.

 

Schulkindbetreuung: verlässliche Betreuung ab 29. Juni
Auch im Bereich der Schulkindbetreuung bietet der Fachbereich Bildung im Zusammenwirken mit den Grundschulen für die in den Betreuungsangeboten angemeldeten Schüler*innen im Rahmen der Hygienevorgaben eine durchgehende und damit für die Eltern verlässliche Betreuung seit 29. Juni an. Das Ziel der Planungen war es, die Betreuung sicher und berechenbar täglich nach Schulende bis 14 Uhr bzw. 17 Uhr zu gewährleisten.

Vor dem Hintergrund, dass auch in den Horten an der Schule und der Betreuung im Rahmen der Verlässlichen Grundschule (VGS) ein Teil des Personals Risikogruppen zugehörig ist und damit nicht zur Verfügung steht, muss allerdings der zeitliche Umfang des Angebots entsprechend eingeschränkt werden: So fällt die Frühbetreuung vor dem Unterricht weg. Die Gebühren werden entsprechend angepasst.

 

Kindertagespflege: Rückkehr zur "Kinderbetreuung unter Pandemiebedingungen“
In der Kindertagespflege fand ebenso zum 1. Juli die Rückkehr zur "Kinderbetreuung unter Pandemiebedingungen“ statt. Kindertagespflegepersonen können wieder gemäß ihrer geltenden Erlaubnis zur Kindertagespflege Kinder betreuen. Platz-Sharing ist wieder erlaubt.

Dabei müssen die strengen Vorgaben des Infektionsschutzes (insbesondere auf Grundlage der gemeinsamen Schutzhinweise für die Betreuung in Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen während der Corona-Pandemie des KVJS, der Unfallkasse Baden-Württemberg und des Landesgesundheitsamtes in der jeweils gültigen Fassung) von den Kindertagespflegepersonen gewährleistet und umgesetzt werden.

Für die Eltern entfällt die Anmeldung, die vorher zur Notbetreuung erforderlich war.

 

Betreuungsgebühren werden für Juni erlassen, wenn keine Notbetreuung wahrgenommen wurde
 
Bei den Betreuungsgebühren für den Juni hat der Gemeinderat am 02.07.2020 entschieden, allen Eltern, die keine Notbetreuung wahrgenommen haben, die Gebühren zu erlassen. Auch freie Träger erhalten für diese Fälle wieder eine Erstattung bis zur Höhe der kommunalen Gebühren.

Seit Juli gilt bei allen Trägern wieder die Beitragspflicht für die Betreuung. Für die städtischen Einrichtungen hat der Gemeinderat entschieden, dass die Gebühren ab Juli an den angebotenen Betreuungsumfang angepasst und ggf. reduziert werden. Mit den freien Trägern befindet sich die Stadt im Austausch, um auch für diese eine Lösung zu finden.

Für Eltern, die bisher Notbetreuung – unabhängig von der Zahl der Tage – in Anspruch genommen haben, fallen die regulären kompletten Monatsgebühren an. Die freien Träger verfahren analog.

 

Hotlines zum "Betrieb unter Pandemiebedingungen"
Für Rückfragen stehen folgende Hotlines bereit (Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr):
•    Kindertagesstätten: 0621 -293-5656
•    Kindertagespflege: 0621 293-3734.

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