Bildung & Wissenschaft - 15.06.2015

Kerschensteiner Gemeinschaftsschule ist „Kulturschule 2020“

Die Kerschensteiner Gemeinschaftsschule wurde in das fünfjährige Modellprojekt „Kulturschule 2020“ des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung aufgenommen.

„Kulturelle Bildung an den Schulen, im Unterricht oder durch Kooperationspartner fördert die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße“, ist Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb überzeugt. „Darum freue ich mich sehr, dass die Kerschensteiner Gemeinschaftsschule als eine von nur zehn Schulen landesweit im Rahmen des Modellprojektes jährlich 10.000 Euro für kulturelle Bildungsprojekte zur Verfügung gestellt bekommt. Denn gemeinsam mit ihrem Kollegium hat sich Schulleiterin Christine Senger schon lange auf den Weg gemacht, Kunst und Kultur fest im Schulalltag zu verankern.“

Die Kerschensteiner Gemeinschaftsschule im Mannheimer Stadtteil Schönau fördert all ihre Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel, ihnen den bestmöglichen Abschluss zu ermöglichen. Dabei steht die individuelle Entwicklung jedes Kindes im Vordergrund: Innerhalb der Gemeinschaft im eigenen Tempo selbstbestimmt zu lernen, festigt das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler und zeigt ihnen den Weg in ein selbstständiges Leben, in dem sie wichtige Entscheidungen ihren Bedürfnissen entsprechend treffen können.

„Wir sind als Kulturschule ausgewählt worden, da kulturelle Bildung schon seit Jahren ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms ist“, sieht Christine Senger das besondere pädagogische Profil bestätigt. „Bandtrainings mit Künstlern der Popakademie, Filmdrehs mit Künstlerin Silvia Szabo oder Performancekunst im Zeitraumexit – all diese Aktionen sind Teil unseres Schulalltags und helfen Kindern und Jugendlichen sich selbstwirksam zu fühlen. Kunst und kulturelle Bildung ist Prävention und Motivation.“

„Kulturschule 2020“ ist ein fünfjähriges Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg, das in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung durchgeführt wird. Ziel des Modellprojektes ist es, ausgesuchte Schulen bei der Entwicklung hin zu einer Kulturschule zu begleiten. Mit Hilfe des Projekts soll kulturelle Bildung im Unterricht, im Ergänzungsbereich und in Kooperationsprojekten mit außerschulischen Partnern ein noch selbstverständlicherer und breiterer Bestandteil des Schulalltags werden. Schülerinnen und Schülern soll damit der Zugang zu Kunst und Kultur und die Teilhabe am kulturellen Leben eröffnet werden. Die landesweit zehn Kulturschulen erhalten zur Umsetzung des Vorhabens ab dem Schuljahr 2015/16 ein jährliches Kulturbudget von 10.000 Euro.

Das Bildungsbüro der Abteilung Bildungsplanung/Schulentwicklung des Fachbereiches Bildung motivierte alle Mannheimer Schulen und unterstützte die Bewerbungen.