Kultur - 21.09.2011

Jubiläumsfeier in der Tulla-Galerie

15 Jahre Tulla-Galerie: Bürgermeister Michael Grötsch eröffnete anlässlich dieses Geburtstages, die Jubiläums-Ausstellung „Galerie im Tulla“. Ein Ort an dem sich schon jahrelang Kunst und Alltag verbinden und der laut Grötsch:„ als Vorreiter für aktuelle Konzepte steht, wie man junge Menschen für die aktive Teilhabe an Kultur begeistern kann.“

Die Ausstellungsmöglichkeiten der Galerie wurden erstmals im Sommer 1996 mit Eröffnung der Tulla-Realschule eingerichtet. Für Grötsch war dies „ein revolutionärer Aufbruch zu einer neuen Verbindung von Kunst und Alltag“, wie der Erfolg der Galerie bis heute noch bestätigt. „Die Galerie hat sich im Laufe ihres Bestehens schnell einen festen Platz im Kulturleben Mannheims erobert und bereichert die Galerieszene unserer Stadt“, so der Bürgermeister weiter. Denn die Ausstellungen mit hochkarätigen zeitgenössischen Künstlern fanden nicht nur Akzeptanz in der Schule, sondern auch durch die stets verlässliche Qualität der Ausstellungen bei zahlreichen anderen Kulturinteressierten. So auch bei Professor Dr. Reinhold Würth der schon jahrelang Kunst sammelt und gerne auch unbekannte Künstler mit Spitzenwerken fördert. Ganz besonders konnte er sich für die Galerie in der Tulla-Realschule begeistern, da sie durch das Engagement von Schulleiter Peter Schmid für ihn „mehr als der Durchschnitt“ repräsentiert und so die Schüler vielfältig fördert.

Dieses Engagement wusste auch Bürgermeister Grötsch zu würdigen, denn viele Künstlergespräche, Schülerprojekte, Lesungen und kulturelle Rahmenveranstaltungen wurden in das Programm der Schule integriert. Sie ermöglichten Offenheit für fremde Gedankenwelten und ungewöhnliche Ausdrucksformen und entwickelten bei den Schülern kritische Auseinandersetzungen mit der Welt, Verantwortungsübernahme und eigene Kreativität. Für Grötsch ist es von besonderer Bedeutung, dass es eine Schule in Mannheim gibt, die mit so viel Engagement die bildende Kunst in den Alltag hinein trägt, die Schüler mit der Kunst inspiriert und ihnen damit eine Freude bereitet, anstatt wie Professor Dr. Würth zu sagen pflegt: „Den Stoff emotionslos abzuarbeiten“.

Deshalb gilt Grötschs Anerkennung und Dank besonders Peter Schmid. Aber auch all denen, die schon seit Jahren mit Engagement und mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass etablierte Kunstinstitutionen wie die Galerie im Tulla für Schüler viel leichter zugänglich sind. Vielleicht wird gerade die Tulla-Realschule in Mannheim einmal Absolventen hervorbringen, die durch die Kunst zum Positiven verändert wurden.