Kultur - 16.05.2019

Internationaler Museumstag am 19. Mai

Unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ steht der diesjährige Internationale Museumstag am 19. Mai 2019. In Mannheim nehmen die Reiss-Engelhorn-Museen, die Kunsthalle Mannheim und das TECHNOSEUM daran teil und laden Interessierte ein.

Reiss-Engelhorn-Museen

Die Reiss-Engelhorn-Museen locken am Internationalen Museumstag mit freiem Eintritt in die Ständigen Sammlungen und zahlreichen Kuratoren-Führungen. Die Experten gewähren einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der von ihnen entwickelten Ausstellungen. Im Museum Zeughaus C5 gibt es Schätze der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen zu bewundern – von der Antike über Theaterikonen bis zur Pracht am Kurfürstenhof. Um 11:15 Uhr führt Kurator Andreas Krock durch den Bereich „Belle Époque“ und zeigt, wie Mannheim um 1900 zur pulsierenden Großstadt wurde. Um 13 Uhr richtet Direktor Dr. Christoph Lind den Blick auf sakrale Kostbarkeiten und um 15 Uhr entführt Ägyptologin Dr. Gabriele Pieke ins faszinierende Reich der Pharaonen. Zu einer archäologischen Spurensuche lädt schließlich die Präsentation „Versunkene Geschichte“ ein. Zahlreiche Mitmach-Stationen machen besonders die beiden Schauen im Museum Weltkulturen D5 zum Erlebnis für die ganze Familie.

Auch in den beiden aktuellen Foto-Ausstellungen werden Kuratoren-Führungen angeboten: Um 14 Uhr mit Prof. Dr. Claude W. Sui durch „Gaston Paris: Die unersättliche Kamera“ und um 16 Uhr mit Thomas Schirmböck und dem bekannten Fotografen Horst Hamann durch „Gerhard Vormwald“. In diesen beiden Fällen ist lediglich der Ausstellungseintritt zu entrichten, die Führungen mit den Experten sind auch hier kostenlos.

www.rem-mannheim.de

Kunsthalle Mannheim

In der Sonderausstellung „Henri Laurens – Wellentöchter“ stehen von 12 bis 14 Uhr Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler an drei „Kunststationen“ bereit, um kostenlos etwas über den Künstler Henri Laurens zu erzählen. Laurens lebte und arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Pariser Montmartre und tauschte sich mit anderen Künstlern aus, wie z.B. mit Picasso und Braque, mit denen er eng befreundet war. Die Kunsthalle Mannheim zeigt in einer umfassenden Retrospektive sowohl sein Frühwerk, das stark vom Kubismus geprägt ist, als auch sein reifes Werk, in dem er sich biomorphen Formen zuwendet. Die Guides beantworten gerne die Fragen der Besucher, die selbständig durch die Ausstellung gehen und dort im „Atelier“ selbst zeichnen können.

Zwischen 15 und 17 Uhr locken fünf Kunststationen, die im Neubau und Jugendstilbau verteilt Informationen zu verschiedenen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen geben. Bei Bedarf werden diese auch kindgerecht formuliert und richten sich in ihrer Ansprache besonders an Familien. (Kunststationen von 11 bis 17 Uhr sind kostenfrei. Eintritt: 10 €, erm. 8 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren: Eintritt frei.)

www.kuma.art

TECHNOSEUM

Das TECHNOSEUM ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt in die Ausstellungen und zu allen Angeboten an diesem Tag kostenlos. So kann man sich Führungen durch die Sport-Schau anschließen oder die Ausstellung auf eigene Faust erkunden – und dabei unter anderem zum Degen greifen oder auf die Slackline steigen. Außerdem können die Besucherinnen und Besucher den E-Sport kennen lernen, sich selbst beim Gaming mit „FIFA“ und „League of Legends“ versuchen oder bei einer Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, ob das Daddeln vor dem Rechner denn auch wirklich Sport ist. Mehrere Kulturvereine sind im Museum zu Gast und stellen Sportarten aus ihren Heimatländern vor – von Aikido und Kendo in Japan über den Öl-Ringkampf in der Türkei bis hin zum Schwingen, dem Nationalsport der Schweiz. Darüber hinaus sind auch Spitzensportler aus der Metropolregion Rhein-Neckar vor Ort, die derzeit für die Olympischen Spiele bzw. Paralympics 2020 in Tokio trainieren. Sie stehen für Autogramme und Interviews durch die Besucher zur Verfügung. Aktiv und in Bewegung bleibt man auch beim Besuch der Dauerausstellung: So kann man in der Mitmach-Ausstellung Elementa an Experimentierstationen seine eigene Reaktionsgeschwindigkeit im Vergleich zu einer sensorgesteuerten Maschine überprüfen, in der Druckwerkstatt selbst Karten an historischen Tiegelpressen drucken, oder sich im Ausstellungsbereich zur Mediengeschichte beim ganz und gar nicht stressfreien Einstellungstest für das „Fräulein vom Amt“ versuchen.

www.technoseum.de

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