12.03.2018

Inklusion gelebt - erlebt - gezeichnet

Drei jugendliche Künstler mit Handicap aus dem Großraum Rhein-Neckar leben Inklusion - vor allem in der Schule und der Freizeit. Sie erleben sie auf ihre ganz eigene Art. Und sie haben sie gezeichnet und gemalt. Bis zum 23. März präsentieren sie ihre Werke in einer Ausstellung im ersten Obergeschoss des Rathauses in E5.

„Als Bildungsbürgermeisterin ist es mir ein besonderes Anliegen, dass jedes Kind individuell in seinen Fähigkeiten gefördert wird und die gleichen Chancen erhält. Mit ihren Bildern vermitteln uns die jungen Künstler ihre eigene Wahrnehmung bzw. Vorstellung von Inklusion und belegen gleichzeitig ihre selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in der Mitte der Gesellschaft“, betonte Bürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb bei der Vernissage der Ausstellung am vergangenen Freitag.

„Kunst im Rathaus ist an sich nichts Außergewöhnliches. Das Besondere hier ist, dass sich mit Helma Striffler, Lavinia Sergi und Henri Hirt drei Künstlerinnen und Künstler auf den Weg gemacht haben, um dazustellen, was im Alltag Inklusion für sie bedeutet. Sie zeichnen ihr Leben und machen uns ihre Erfahrungen erlebbar. Mit ihren Bildern vermitteln sie bunt und lebhaft ausgerückt die Botschaft, ‘wir sind gleichberechtigt mitten im Leben!‘“, sagte die Bildungsbürgermeisterin in ihrer Eröffnungsrede.

Mit den Bildern präsentiert die Elterninitiative Rhein-Neckar „Gemeinsam leben - gemeinsam lernen“ ihre erste gemeinsame Ausstellung mit Unterstützung der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Mannheim, Ursula Frenz. Diese sei von Anfang an begeistert von der Idee gewesen, die Ausstellung ins Rathaus zu holen, berichtete Freundlieb. „Und hier ist sie genau richtig: im politischen Herzen der Stadtgesellschaft“, konstatierte die Bürgermeisterin. Die Stadt sei intensiv auf dem Weg, in Bildungspolitik und Gesellschaft ständig die Bedingungen zu verbessern und für Toleranz und Vielfalt zu werben. An die Politik auf Bundes- und Landesebene formulierte Freundlieb die Forderung, die Unterstützungsmöglichkeiten für Inklusion im vorschulischen Bereich der Krippen und Kindergärten sowie in der Schulkindbetreuung durch gesetzliche Regelungen endlich mit verlässlichen Rahmenbedingungen zu versehen und damit den Betroffenen, den Eltern, den Schulen und der Kommune Sicherheit und Planbarkeit in der Umsetzung zu ermöglichen.

Die Ausstellungseröffnung wurde in Gebärdensprache übersetzt und musikalisch mit stimmgewaltig vorgetragenen Popsongs von Keyboarderin Mira Eck, 14 Jahre jung, umrahmt.

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