Umwelt & Verkehr - 28.09.2016

Große Resonanz beim Tag der offenen Tür im Klärwerk

Der Tag der offenen Tür im Klärwerk am vergangenen Sonntag war für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung ein voller Erfolg. Über 2.500 Besucher nahmen bei sonnigem Herbstwetter die Gelegenheit wahr, sich über die Abwasserreinigung, die Schlammbehandlung und die Instandhaltung der Kanalisation aus erster Hand zu informieren. 

Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala hob bei der Eröffnung die besondere Qualität der Abwasserbehandlung hervor, in der auch Spurenstoffe wie z. B. Arzneimittelreste, mithilfe von Pulveraktivkohle entfernt werden. Diese 4. Reinigungsstufe war kürzlich vom Umweltminister von Baden-Württemberg, Franz Untersteller, eingeweiht worden. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz, der diesen Tag der offenen Tür erst möglich machte. - „Für uns ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern Mannheims zu zeigen, wofür wir ihre Gebühren verwenden – und das wir für den Umweltschutz und die Gesundheitsvorsorge  Hervorragendes leisten“, betonte Eigenbetriebsleiter Alexander Mauritz in seiner Begrüßung.

Davon konnten sich die Besucher selbst überzeugen: Bei zahlreichen Führungen über das weitläufige Gelände erklärten die Abwasserexperten den „Wasserweg“ und den „Schlammweg“. Die Auffahrt zu den stattlichen 38 Meter hohen Faultürmen, in denen Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung produziert wird, bot phantastische Ausblicke auf das Klärwerk und die Umgebung. Viele Gruppen strömten zu den Werkstätten, in die Blockheizkraftwerke und in das Labor, wo Abwasser- und Schlammproben analysiert und ausgewertet wurden.

An der neuen Pulveraktivkohleanlage informierten zwei Mitarbeiterinnen des Kompetenzzentrums Spurenstoffe (KomS) in Stuttgart über die Notwendigkeit, Mikroschadstoffe aus dem Abwasser zu entfernen, um Gewässer nachhaltig zu schützen. Viele Interessierte holten sich Expertenrat zum Thema Grundstücksentwässerung und Hausanschluss und wie Verstopfungen durch unsachgemäße Entsorgung  von Hygieneprodukten über die Toilette zu vermeiden sind.

Das abwechslungsreiche Kinderprogramm zog besonders junge Familien an – zum Bauwagen von Löwenzähnchen, zum Kinderschminken oder Torwandschießen. Ebenso fand das Kistenklettern des Deutschen Alpenvereins regen Zuspruch. Viele Besucher genossen die landschaftliche Idylle vom Planwagen aus, welche die Streuobstwiesen, die Teiche und die weidende Schafherde boten. Einer der Höhepunkte war die Vorführung der Hütehunde beim Zusammentreiben der Herde. Auch der Verein der Bienenzüchter war mit einem Infostand und einem Bienenstock vertreten, wo die Imker die Honigerzeugung der Bienen in einem Schaukasten vorstellten. Unterstützung bei der Bewirtung bekam der EBS von der Eichbaum Brauerei und von der Großmarkt GmbH.

Weitere Infos und Bildergalerie zum Tag der offenen Tür unter www.mannheim.de/stadtentwaesserung .

 

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