Umwelt & Verkehr - 12.12.2019

Grabmalpatenschaften auf den Friedhöfen Mannheim

Die Friedhöfe Mannheims sind wichtige Orte der Zeitgeschichte und des kulturellen Wandels: ihre Denkmale und Grabanlagen erzählen uns spannende, traurige und berührende Geschichten von Menschen und Ereignissen, die mit der Stadt verbunden sind.

Leider sind viele der historischen Grabmale vom Verfall bedroht. Um diese wertvollen Exponate der historischen Friedhofskultur trotz fehlender finanzieller Mittel zu erhalten, haben die Friedhöfe Mannheim mit der Vergabe von Grabmalpatenschaften ein Konzept auf den Weg gebracht, das die Bürgerschaft einlädt, sich zu beteiligen: Die Patin oder der Pate kümmert sich bei Lebzeiten um die Instandhaltung und gärtnerische Pflege der historischen Grabstätte und kann sich nach dem Tod darin bestatten lassen.                                          

Bei einem Rundgang über den Hauptfriedhof vorbei an Patenschaftsgräbern mit Bürgermeisterin Felicitas Kubala und Andreas Adam, dem Leiter der Friedhöfe Mannheim, sowie drei Grabmalpaten, zog die Dezernentin eine positive Bilanz: „Das Angebot der Grabmalpatenschaften auf dem Hauptfriedhof geht nun ins dritte Jahr und wir freuen uns sehr, dass wir bereits elf Grabmalpatenschaften abschließen konnten. Die Gründe, die zum Abschluss einer Grabmalpatenschaft führen, sind dabei äußerst vielfältig.“ Der Bogen reicht von der kulturell interessierten Privatperson, über eine Schule, die die Pflege des Familiengrabes ihres Namensgebers übernommen hat und es in den Unterricht einbezieht, bis hin zum Verein, der mit der Übernahme einer Patenschaft seine Verbundenheit zum Friedhof zum Ausdruck bringt. 

Um auch auf allen anderen Friedhöfen alte, historisch interessante Gräber zu erhalten, soll das Projekt nun ausgeweitet werden. Eine Patenschaft konnte auf dem Friedhof in Käfertal bereits vermittelt werden. „Gerade auf den alten Mannheimer Vorortfriedhöfen gibt es eine große Anzahl von kulturhistorischen Schätzen, für deren Erhalt sich zum Teil bereits Ehrenamtliche einsetzen. Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Menschen hier engagieren würden“, so Andreas Adam.

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