Wirtschaft & Arbeit - 13.06.2018

Glasfaser: Kooperationsvertrag unterzeichnet

Ob Handwerksbetrieb oder Hightech-Unternehmen – die Anbindung an schnelles Internet ist für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen essentiell. Um den Ausbau des Glasfasernetzes in Mannheimer Gewerbegebieten und damit die Digitalisierung des Wirtschaftsstandortes voranzutreiben, haben die Stadt Mannheim und die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH sowie die Deutsche Glasfaser Business GmbH einen Kooperationsvertrag geschlossen. Darin wird vereinbart, dass die Stadt Mannheim den Ausbau unter Wahrung ihrer wettbewerbsrechtlich neutralen Position unterstützt – also in gleichem Maße wie sie auch andere Anbieter unterstützen würde – die Deutsche Glasfaser das Netz aufbaut und Vodafone Deutschland es vermarkten und betreiben wird.

Ziel ist es, einen möglichst flächendeckenden Ausbau einer Breitbandinfrastruktur in der Ausbauvariante FTTB (Fibre to the Building) zu erreichen. Dabei wird jedes Gebäude mit einer Glasfaserleitung an die Verteilstationen angeschlossen. Die Deutsche Glasfaser Business GmbH übernimmt in bestimmten Gebieten Planung und Ausbau der passiven Netze. Vodafone stattet diese dann mit aktiver Technologie aus und ist Vertragspartner der Unternehmen vor Ort. Die Baukosten bis zum Gebäude sowie die Anschluss-Gebühren übernimmt Vodafone. Zudem profitieren die Unternehmen, die sich für den Ausbau entschließen, von Sonderkonditionen bei den Tarif-Paketen.

Noch in diesem Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen und Glasfaserkabel verlegt werden. „Die Stadt Mannheim freut sich über diese Investition durch die Deutsche Glasfaser und Vodafone. Im Zuge der Digitalisierung sind Unternehmen auf hohe Bandbreiten angewiesen, sodass Highspeed-Internet für die Zukunftsfähigkeit der Gewerbegebiete unerlässlich ist. Der Glasfaserausbau ermöglicht es den Unternehmen, auf die Herausforderungen der intelligenten und vernetzten Produktion angemessen reagieren zu können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch unterstreicht ebenfalls die Wichtigkeit des Glasfaserausbaus: „Unternehmen machen ihre Standortentscheidungen oft davon abhängig, ob Glasfasernetze vorhanden sind. Eine solche Infrastruktur anzubieten, ist daher ein wichtiger Baustein für die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandortes.“

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung konnte der Glasfaserausbau in bestimmten Mannheimer Gewerbegebieten auf den Weg gebracht werden. Auch für die Zeit während und nach dem Ausbau haben die Stadt Mannheim und die Deutsche Glasfaser vereinbart, konstruktiv und eng zusammenzuarbeiten. Damit soll eine zügig abgestimmte und geordnete Abwicklung der Baumaßnahmen erreicht werden. So verpflichten sich die Vertragspartner beispielsweise, einander rechtzeitig Ansprechpartner mitzuteilen oder welche Unternehmen mit welchen Arbeiten beauftragt werden. Um einen schnellen Ausbau zu ermöglichen, wird die Stadt Mannheim zudem über erforderliche Genehmigungen, Erlaubnisse oder Zustimmungen zügig entscheiden.  

In einem ersten Schritt wird in den Gewerbegebieten der Bedarf an Glasfaser ermittelt. Mit dieser Nachfragebündelung beurteilt Vodafone, ob der Ausbau wirtschaftlich sinnvoll ist und entscheidet dann, ob und in welchem Umfang dieser vorgenommen wird. Die Nachfragebündelung wurde bereits gestartet. In fünf Mannheimer Gewerbegebieten (Hans-Thoma-Straße, Maimarktgelände, Fahrlach, Neckarau und Almenhof) ist das Interesse so groß, dass dort die Voraussetzung für einen Ausbau erfüllt ist. Damit können zukünftig mehr als 400 Mannheimer Unternehmen an das Highspeed-Internet angeschlossen werden. „Der geplante, flächendeckende Ausbau wird mittels innovativer und modernster Verlege-Technik durchgeführt und garantiert einen schnellen und exzellenten Zugang zur Datenautobahn des 21. Jahrhunderts“, kommentiert Stefan Klieser von Deutsche Glasfaser Business.

Parallel läuft die Nachfragebündelung in weiteren Gewerbegebieten in Käfertal, Neuostheim, Friedrichsfeld und im Hafen weiter. Finden sich hier genügend Interessenten für einen Glasfaseranschluss, werden auch diese Gebiete ausgebaut. Die dort ansässigen Unternehmen können sich noch bis zum 29. Juni für einen Glasfaseranschluss entscheiden.

Hintergrund:

Innerhalb der Deutschen Glasfaser Unternehmensgruppe ist die Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH für alle operativen Tätigkeiten am Netz zuständig. Die Deutsche Glasfaser Business GmbH ist Rahmenvertragspartner der Vodafone GmbH, führt jedoch keine Arbeiten am Netz durch. Die aktive Netzinfrastruktur des Glasfasernetzes wird von der Vodafone GmbH errichtet und betrieben.

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