Tourismus, Freizeit & Events - 21.06.2011

Glanzvoller Abschluss des „Automobilsommers“

Die Vorbereitungen für die „autosymphonic“ am 10. September 2011 in Mannheim laufen auf Hochtouren: Marios Joannou Elia hat seine Komposition vollendet. Der Foto- und Videokünstler Horst Hamann gibt derzeit der multimedialen Umsetzung der Sinfonie für großes Orchester, Chor und 80 Automobile den letzten Schliff. Auch die Planungen für den Aufbau, der in der Woche vor der Aufführung beginnt, stehen. Bis zu 20.000 Besucher erwartet die Stadt zu dem Großevent – dem Kulturereignis des Jahres.

Es sind nur noch knapp drei Monate bis zur „autosymphonic“– dem glanzvollen Höhepunkt des „Automobilsommers 2011“. Was Besetzung, Bühne und Technik betrifft, wird es eines der Mega-Events in Deutschland 2011: die zweitgrößte Bühne nach dem Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf, 250 Musiker unter der Leitung von vier Dirigenten, ein Auto-Orchester mit 80 Automobilen, bespielt von 100 jugendlichen Percussionisten. Mit der „autosymphonic“ in ihrer Einmaligkeit und Größe wird Mannheim die Blicke auf sich ziehen.

„Wir wollen der Welt bewusst machen, dass eine der revolutionärsten Erfindungen der Weltgeschichte aus Mannheim stammt“, betont Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. „Dies wurde bisher viel zu wenig kommuniziert.“ Doch Mannheim sei nicht nur eine Stadt der Erfindungen und der Industrie, sondern auch der Kunst und Kultur. „Gleichzeitig unterstreichen wir mit diesem Event der Spitzenklasse eindrucksvoll die kulturelle Bedeutung der Stadt“, betont Kurz im Hinblick auf Mannheims Bewerbung als Kulturhauptstadt 2020.

Mit der „autosymphonic“ will Mannheim diese Botschaft national und international transportieren: „Die Veranstaltung wird weit über die Region hinaus ausstrahlen und Mannheim als innovative, kulturell attraktive und lebendige Stadt bekannt machen“, unterstreicht Kurz. Um das Ausnahmeevent aktiv zu bewerben, präsentiert sich Mannheim am 7. Juli auf der traditionellen „Stallwächterparty“ der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin mit Auszügen aus der Komposition. Das „Autotrio“, das beim Neujahrsempfang 2011 bereits das Mannheimer Publikum begeisterte, tritt vor rund 1.500 prominenten Gästen aus Politik und Wirtschaft, darunter auch die Vorstandsvorsitzenden von Daimler, Porsche und Audi, auf. Eine Reihe ausländischer Medien – etwa aus USA, Kanada, China, England, Italien, Indien und der Schweiz – hat bereits über die „autosymphonic“ berichtet.

Friedrichsplatz als Amphitheater

Inzwischen sind die künstlerischen Arbeiten fast abgeschlossen. Die Komposition ist beendet. Auch die Besetzung des Autoorchesters steht fest, das zusammen mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem SWR Vokalensemble sowie der Band „Söhne Mannheims“ den Klangkörper der „autosymphonic“ bildet. Über 120 Fahrzeuge hat der Komponist Marios Joannou Elia in den letzten Monaten gecastet – 80 Autos sind mit dabei. Unter den Fahrzeugen befinden sich viele Raritäten und Besonderheiten der Automobilgeschichte etwa der Patent-Motorwagen Nummer 1 von 1886, ein Dion Bouton von 1908, ein Maserati Gran Tourismo von 2009 und ein Lanz-Bulldog „Ackerluft“. Die Autos werden um den Wasserturm herum platziert.

Johannes Harneit dirigiert 250 Musiker

Den Abend, der um 20 Uhr beginnt, eröffnen die „Söhne Mannheims“ mit einem einstündigen Konzert. Die Aufführung der „autosymphonic“ selbst dauert rund 50 Minuten. Dirigieren wird die Partitur der international erfolgreiche Hamburger Johannes Harneit – unter anderem Chefdirigent der „Sinfonietta Leipzig“ und Chefdirigent des Belgrader Nationaltheaters. Seine Aufgabe wird es sein, nicht nur das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, sondern alle insgesamt 250 Musiker zu führen. „Der Dirigent der Masterpartitur muss den Einsatz aller Beteiligten auf den Punkt genau bestimmen. Mit Johannes Harneit haben wir für diese anspruchsvolle Aufgabe einen äußerst erfahrenen Dirigenten gefunden, der bereits mit den unterschiedlichsten Orchestern gearbeitet hat“, sagt Michel Maugé, Geschäftsführer der m:con – mannheim:congress GmbH, die das Event im Auftrag der Stadt Mannheim konzeptioniert, plant und durchführt.

Aufbau auf der Friedrichsplatzanlage

Die gewaltige Dimension der Veranstaltung erfordert umfangreiche Aufbauarbeiten, mit denen eine Woche vorher begonnen wird. „Den kompletten Aufbau innerhalb nur weniger Tage zu bewältigen, ist eine gewaltige Hausforderung für die Logistik“, betont Maugé. So wird die gesamte Friedrichsplatzanlage für den Abend in eine Arena umgebaut. Die Fassaden der Jugendstilgebäude des Areals dienen als 360-Grad-Panoramaleinwand, auf der die Geschichte und die Zukunft des Automobils künstlerisch in Szene gesetzt werden. Der Wasserturm fungiert als Projektionsfläche, auf der mit grafischen Effekten Stück für Stück die Entstehung eines Autos gezeigt wird. „Das lässt sich nicht realisieren, ohne die Anlage zeitweise für den Straßenverkehr zu sperren“, sagt Carola Wacker, Abteilungsleiterin Kommunale Ordnung der Stadt Mannheim. „Die Beeinträchtigungen für den Verkehr und die Anwohner werden jedoch so gering wie möglich gehalten.“ Für den Autoverkehr wird es rund um den Wasserturm ab Mittwoch, 7. September, zeitweilige Sperrungen geben. Fußgänger haben jederzeit Zugang. Der Friedrichsring ist nicht betroffen, der Verkehr in die Innenstadt kann frei fließen und der Einzelhandel ist ungehindert zu erreichen. Ab Montag, 12. September, fließt der Verkehr wieder regulär.

Kartenvorverkauf

Tickets für die „autosymphonic“ können über eventim.de, Rhein-Neckar-Ticket.de und Internetseiten, die Kartenvorverkauf anbieten, bestellt werden. Telefonische Ticketreservierungen sind unter Telefon 0621/101011 möglich. Stehplätze sind ab 27,50 Euro, Sitzplätze ab 65 Euro (inklusive Vorverkaufsgebühr) erhältlich. Für Firmenkunden gibt es spezielle Arrangements.

Weitere Informationen unter www.autosymphonic.de

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