Politik & Verwaltung - 11.09.2019

Gedenken an Hubschrauberabsturz von 1982

Am 11. September 1982 verloren um 12.58 Uhr 46 junge Menschen aus Deutschland (6), Großbritannien (9), USA (8) und Frankreich (23) ihr Leben, weil der eingesetzte Chinook-Hubschrauber der US-Armee kurz nach dem Start mit einem technischen Defekt aus rund 150 Metern auf die Autobahn abstürzte und sofort Feuer fing. Zum 37. Jahrestag der, so Alexander Fleck als Vertreter der Stadt, „größten Tragödie der Stadt seit dem Ende des zweiten Weltkrieges“, versammelten sich Freunde und Angehörige der Opfer aber auch der damaligen Rettungskräfte im Einsatz an der Gedenkstele auf dem Mannheimer Flugplatzgelände.

„Die Erinnerung ist noch immer sehr lebendig und die Trauer noch immer nicht völlig verarbeitet“, sagte Peter Röttele, damals im Vorstand der Mannheimer Fallschirmspringer und heute Koordinator des internationalen Treffens bei der gemeinsamen Gedenkstunde. Was als Formationssprung, als Beitrag zum Flugplatzfest und Symbol der Verbindung der Mannheimer Partnerstädte gedacht war, endete als besonders tragischer Abschnitt der Verbindung der Städte Toulon, Swansea und Mannheim. „Die meisten Opfer waren leidenschaftliche Fallschirmspringer“, erklärte Röttele. Damals seien Formationssprünge mit mehr als sechs Teilnehmern äußerst selten gewesen. „Die Maschinen der Vereine konnten so viele Springer gar nicht aufnehmen.“ Für einen Sprung, aus dem von der US Army bereitgestellten Transporthubschrauber, nahmen die Sportler deshalb mit Begeisterung die Fahrt aus 1.000 Kilometern (Toulon) und 700 Kilometern (Swansea) auf sich, um einen Beitrag zum 325-jährigen Stadtjubiläum zu leisten und sich zugleich einen Traum zu erfüllen. Ein Traum, der zu einem Alptraum wurde. „Ein unglaublicher Schlag für die Eltern und alle Angehörigen“, so Röttele.

„Wir werden diesen furchtbaren Tag nie vergessen“, versprach Fleck und schloss an der Stele in Mannheim als Ort des Gedenkens und des Innehaltens den Fallschirmsprungverein in Swansea ebenso mit ein, wie auch die amerikanischen Streitkräfte, die durch Colonel Jason Edwards, Kommandeur der Army Garnison Rheinland-Pfalz, vertreten waren. Bei der parallelen Gedenkfeier in Toulon war Mannheim durch den ersten Bürgermeister Christian Specht vertreten.

 

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