Politik & Verwaltung - 22.10.2020

Gedenken an die Deportation nach Gurs

Am 22. Oktober 1940 wurden rund 2 000 jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Mannheim mit ihren Leidensgenossen aus Baden und der Pfalz ins unbesetzte Frankreich abgeschoben und in das Internierungslager Gurs gebracht. Einige überlebten die Haftbedingungen im Winter 1940/41 nicht. Die meisten wurden ab 1942 nach Auschwitz verschleppt und ermordet. Die wenigen in Mannheim Zurückgebliebenen wurden ab 1942 in die Vernichtungslager des Ostens deportiert. Insgesamt forderte die nationalsozialistische Judenverfolgung in Mannheim rund 2 300 namentlich bekannte Opfer.


Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Rita Althausen, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mannheim, ihr Vorgänger, Majid Koshlessan und Manfred Froese, geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V, Uhr trafen heute (22.10.2010) zu einem kurzen stillen Gedenken an die Deportation vor 80 Jahren am Gedenk-Kubus in der Innenstadt zusammen. Amnon Seelig, Kantor der jüdischen Gemeinde, sprach das Totengebet „El male rachamim“. Im Anschluss stellten die Beteiligten Kerzen am Kubus ab und gedachten der Opfer in Stille.

 

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