International - 03.02.2014

Fotoausstellung „Muslimisches Leben in Europa“

Soziale, theologische und architektonische Perspektiven ermöglicht die Ausstellung „Islam in Europa“ des dänischen Fotografen Eckhard Ahmed Krausen, die alle Facetten des muslimischen Lebens darstellt.

Eröffnet wurde die Bilderauswahl im Kulturhaus der europäischen Muslime (KUDEM) mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz: „Es ist eine Ausstellung über eine Realität, und Mannheim ist genau der richtige Ort für diese Ausstellung“, befand er. „Wir haben hier von Beginn an einen intensiven Dialog der Kulturen geführt und es ist unser gemeinsames Ziel, die Stadtgesellschaft auf Basis der Empathie weiter zu entwickeln“, sagte Kurz. Die Ausstellung biete hervorragende Anknüpfungspunkte, um sich besser kennenzulernen.

Für Serhat Aksen, Generalkonsul der Republik Türkei in Karlsruhe bedeutet die Ausstellung das „Ende der unnötigen Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört. Es ist einfach eine Realität und die Vielfalt ist für alle eine Bereicherung.“ Allerdings rief er zu einem Umdenken auf: „Statt Toleranz füreinander sollten wir uns lieber auf den Begriff des Respektes voreinander konzentrieren.“ Mannheim sei für diesen gegenseitigen Respekt mit der Jugendkirche Samuel (der ehemaligen Liebfrauenkirche) und der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in unmittelbarer Nachbarschaft das beste Beispiel.

Das entspreche genau dem Ziel, mit dem der Verein KUDEM und dem Institut für islamische Studien und interkulturelle Zusammenarbeit (IFIS&IZ) angetreten sei, erklärte Gründer Professor Dr. Hüseyin Illker Cinar: „Wir wollen Brücken zwischen den Menschen schlagen und bedienen uns dafür der universellen Sprache von Kunst, Kultur und Wissenschaft.“ Dazu soll auch die Fachbibliothek islamischer Lehrbücher beitragen. „Mit nun 25.000 Bänden sind wir bereits eine der größten Fachbibliotheken ihrer Art in Europa. Nach der Erweiterung auf den endgültigen Stand von 100.000 Büchern werden wir in Mannheim weltweit führend sein“, kündigte KUDEM-Vorstand Hidayet Tekneci an. „Damit wollen wir unseren Beitrag bringen für eine friedliche und harmonische Zusammenarbeit.“ In Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz haben KUDEM und IFIS&IZ einen großen Fürsprecher. Er glaubt an einen verbesserten Dialog und mehr Verständnis bei allen Besuchern der Fotoausstellung.