International - 15.05.2019

Finnische Botschafterin zu Gast in Mannheim

Die finnische Botschafterin I.E. Ritva Koukku-Ronde traf am Europatag im Rahmen des Salon Diplomatique auf Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft und trug sich bei dieser Gelegenheit auch in das Goldene Buch der Stadt Mannheim. Sie referierte über die Beziehungen zwischen Deutschland und Finnland sowie deren gemeinsame Herausforderungen.

"Ich freue mich sehr über diesen Besuch der finnischen Botschafterin heute am Europatag. Der heutige Besuch ruft nicht nur das Thema der anstehenden Europawahl nochmal in Erinnerung, sondern macht deutlich, dass Europa nicht nur ein politisches Konstrukt ist, sondern auch eine Wertegemeinschaft, in der man auch wechselseitig voneinander lernen kann.“

Auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland gehört Finnland mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden Finnlands mit der Hauptstadt Helsinki sowie den Großstädten Espoo, Vantaa, Tampere und Turku. Die beiden Amtssprachen sind Finnisch und Schwe-disch.

„Deutschland spielt neben USA und China eine wichtige Rolle für Finnland. Wir haben hervorragende Beziehungen zu Deutschland. Gerade Baden-Württemberg ist für uns ein wichtiges Bundesland, welches die deutsch – finnische Freundschaft nochmal verstärkt. Wir profitieren sehr von den europäischen Beziehungen“, betonte Ritva Koukku-Ronde in ihrem Vortrag.

Gerade in den Bereichen Digitalisierung, Bioenergie, Maritime Wirtschaft, Lebensmittelsektor und Gesundheitsökonomie liege Finnland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ganz weit vorne. Auch im Automobil oder in der Batterieindustrie und vor allem auch im Straßenbahnsystem gehöre Finnland zu den Spitzenreitern. Außerdem verfüge das Land über eine stark wachsende Start-Up Szene.

„2018 wurden 110.000 Fahrzeuge für die Daimler AG in Finnland produziert und die Automobilfirma Skoda ist der größte Hersteller von Schienenfahrzeugen in Finnland. Darauf sind wir sehr stolz und wir hoffen, zu einer noch stärkeren europäischen Union heranwachsen zu können und die bilateralen Beziehungen zu intensivieren“, teilt Ritva Koukku-Ronde abschließend mit.

 

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