Sicherheit & Ordnung - 18.02.2019

Feuerwehr erhält „Feuerkrebs Award“

Mithilfe gezielter Hygienemaßnahmen direkt am Einsatzort sowie dem besonderen Umgang mit kontaminierter Einsatzkleidung wird das Krebsrisiko für die Mannheimer Feuerwehrleute seit Jahren deutlich reduziert.
Für dieses vorbildhafte Vorgehen erhielt die Mannheimer Feuerwehr jetzt den „Feuerkrebs Award“. Verliehen wurde die Auszeichnung durch die FeuerKrebs gUG, eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung und nachhaltigen Verbesserung der Gesundheits- und Arbeitsbedingungen von Feuerwehrleuten.

„In Mannheim führen wir die besonderen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit unserer Feuerwehrleute bereits seit Mitte der 90er Jahre durch, also seit rund 25 Jahren. Inzwischen wird der Grundansatz auch von einigen anderen Feuerwehren kopiert. Dennoch nehmen wir auch nach so langer Zeit noch immer eine Art Vorreiterrolle ein. Das zeigt, wie wichtig es ist, dieses Thema und die Möglichkeiten, die es hier gibt, noch bekannter zu machen, was auch durch diese Auszeichnung ermöglicht wird“, sagt Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Christian Specht und betont: „Unsere Feuerwehrleute bei der Berufs- und bei der Freiwilligen Feuerwehr setzen sich täglich mit vollem Einsatz für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger ein. Dass wir sie und ihre Gesundheit dabei bestmöglich schützen wollen, ist für uns selbstverständlich.“

Neben der langen Zeit, die die Mannheimer Feuerwehr bereits ihre besonderen Schutzmaßnahmen durchführt, haben noch zwei weitere wesentliche Kriterien dafür gesorgt, dass sich die FeuerKrebs gUG für die Verleihung des Awards an die Mannheimer Feuerwehr entschied:

Einsatz des „Gerätewagens Logistik“ (GW-Log)

Hierbei handelt es sich um ein Spezialfahrzeug, das bei der Feuerwehr Mannheim bei jedem Brandeinsatz verwendet wird. Dadurch wird die sogenannte „Schwarz-Weiß-Trennung“ an Einsatzstellen massiv verbessert. „Schwarz-Weiß-Trennung“ bezeichnet die Trennung von kontaminiertem Einsatzmaterial (schwarz) von sauberem Einsatzmaterial (weiß). Ziel ist es, den menschlichen Körper nicht ungeschützt mit kontaminierter Kleidung in Berührung zu bringen.
Mithilfe des Spezialfahrzeugs können alle Einsatzkräfte direkt nach dem Brandeinsatz ihre kontaminierte Einsatzkleidung, Schläuche und Atemschutzgeräte sofort an der Einsatzstelle tauschen. Die verschmutzte Kleidung und das Material werden in dichte Säcke gepackt und gesondert gereinigt. Die Einsatzkräfte bekommen frisches, sauberes Material und Kleidung direkt im GW-Log. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich zu waschen.
Das Fahrzeug wird sowohl für die Berufs- als auch für die Freiwillige Feuerwehr eingesetzt.

Einsatz der zentralen Alarmumkleiden

Auf der neuen Hauptfeuerwache wird die frische Einsatzkleidung abseits aller Fahrzeugemissionen an einer zentralen Stelle vorgehalten, an der sich die Einsatzkräfte vor ihrem Einsatz umziehen. Bei vielen Feuerwehren ist es nach wie vor üblich, dass dies in der Fahrzeughalle geschieht.
In Kombination mit dem GW-Log wird somit ein hoher Schutzstandard erreicht.

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