Sport - 18.10.2010

"Fest der Begegnung" in Mannheim

Am Freitag, 15. Oktober, stand Mannheim als Sportstadt im Mittelpunkt. Olympiasieger, Welt- und Europameister, feierten gemeinsam mit weitern Gästen im Rosengarten das „Fest der Begegnung“. In diesem Rahmen wurde auch der „Juniorsportler des Jahres“ ausgezeichnet. Es siegte die Schwimmerin Silke Lippok aus Pforzheim.

Es war das größte Fest der Begegnung, dass die Deutsche Sporthilfe bislang feiern durfte, erklärte Moderator Michael Antwerpes, der auf der Bühne von der Lampertheimer Kanutin Nicole Reinhardt unterstützt wurde. „Mannheim ist dafür eine gute Wahl“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der die Sportler Funktionäre und Unterstützer im Musensaal begrüßte. „Wir freuen uns, dass sie in unserer Stadt zu Gast sind.“ Schließlich sind in Mannheim sowohl der Spitzen- als auch der Breitensport zuhause. „Und die gesamte Region ist sportbegeistert.“

Das zeigte sich auch beim Fest der Begegnung. „Hier werden Karrieren vorbestimmt“, sagte Antwerpes und verwies auf die Reihe ehemaliger Preisträger und Preisträgerinnen, die einst als „Juniorensportler“ ausgezeichnet wurden, und später zu internationalen, ja olympischen Ehren kamen. So wie Lippoks unmittelbare Vorgängerinnen Biathletin Magdalena Neuner (2007 und 2008) und Viktoria Rebensburg (Ski Alpin, 2009), die in Vancouver 2010 die ersehnte Goldmedaille holten.

Für Laudatorin Franziska van Almsick, Juniorensportlerin des Jahres 1992, ist es nur eine Frage der Zeit, ehe ihre Nachfolgerin ebenfalls in diese Klasse vorstößt. Immerhin gewann Silke Lippok bei ihrer Premiere bei den Aktiven schon einmal einen kompletten Medaillensatz mit Gold in der 4x100 Meter Staffel, Silber über 200 Meter Freistil und Bronze in der Lagenstaffel bei der Europameisterschaft in Ungarn. Unter Druck gesetzt fühlt sie sich dennoch nicht, „auch wenn jetzt sicher ein paar Augen mehr auf mich gerichtet sein werden.“ Im Gegenteil. Die Auszeichnung sei Ansporn: „Jetzt weiß man auch, wofür man trainiert.“ Angesprochen auf die kommende Saison hatte die 16-Jährige nur einen Wunsch: „Boah, ich hoffe, das geht so weiter.“

Auf Platz drei, hinter Skirennläuferin Christina Geiger, landete Speerwurf-Junioren-Weltmeister Till Wöschler aus Zweibrücken. Das freute auch Ex-Bundestrainer Rüdiger Harksen von der Mannheimer MTG: „Endlich war mal wieder ein Leichtathlet nominiert.“

Neben der Auszeichnung der Jugendsportler gingen beim „Fest der Begegnung“ außerdem Sonderpreise an Schwimmerin Jarmila Gupta vom Gehörlosensportverband und die Querschnittsgelähmte Skirennläuferin Anna Schaffelhuber. Der Preis für Toleranz und Fairplay des Bundesinnenministeriums ging an Jugend-Fußballtrainer André Wrede vom SV Lengede und den Paralympischen Biathleten Josef Giesen. Als Mannschaft des Jahres landeten die U20-Fußball-Weltmeisterinnen vor den Junioren-Nationalmannschaften der Nordischen Kombinierer und der Säbelfechter. Für alle zusammen war es ein unvergessliches „Fest der Begegnung“ in Mannheim.
 

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