Umwelt & Verkehr - 12.10.2018

Energierundgang in Friedrichsfeld

Hier eine Heizungsanlage betrieben mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, da eine innovative Lösung für die dezentrale Wärmeerzeugung aus erneuerbarem Strom, dort die energetische Sanierung eines Daches und die Installation einer Photovoltaikanlage – für Energieeffizienz lassen sich zahlreiche gute Beispiele vor Ort finden. „Die heute beim Energierundgang vorgestellten Projekte sind sehr vielfältig. Eine Gemeinsamkeit lässt sich jedoch finden“, zeigt sich Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala erfreut, „und zwar der Einsatz Erneuerbarer Energie. Diese Art der Energieerzeugung wird im Zuge der Energiewende auch in Mannheim immer wichtiger und Bürgerinnen und Bürger können hier einen Beitrag leisten, den wir als Stadt gerne unterstützen.“

Sanierungsmanagement in Friedrichsfeld

Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in den Privathaushalten aber auch bei öffentlichen Einrichtungen, Vereinen, Kirchen oder Gewerbebetrieben ist ein Ziel des energetischen Sanierungsmanagements, das seit zwei Jahren in Friedrichsfeld durchgeführt wird. Das Team des Sanierungsmanagements, bestehend aus Klimaschutzagentur Mannheim,  MVV Regioplan und der Stadt Mannheim, orientiert sich dabei am Quartierskonzept „Friedrichsfeld-Zentrum“. Dieses Konzept schlägt verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr vor und zeigt Möglichkeiten auf, Energie zu sparen. Dabei geht es nicht nur um die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen. Die Klimaschutzagentur leistet auch Aufklärungsarbeit, wie Bürgerinnen und Bürger sich generell klimafreundlich verhalten können.

Stationen des Energierundgangs

Begonnen hatte der Rundgang in der Vogesenstraße 65. In der städtischen Liegenschaft befindet sich bereits seit 2009 eine Pelletheizung im Keller des Gebäudes, die jedes Jahr 50 Tonnen klimaschädliches CO2 zu vermeiden hilft. Darüber hinaus wurden verschiedene energetische Sanierungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt. In der Zabener Straße konnten die Teilnehmenden sich über das von der MVV durchgeführte, EU-geförderte Projekt „RealValue“ informieren, an dem 150 Mannheimer Haushalte teilnahmen. Es beschäftigt sich mit „smarten“ dezentralen Stromspeicherheizungen, konkret mit der Fragestellung, wie Energie aus dezentraler, erneuerbarer Erzeugung durch intelligente Vernetzung und Steuerung effizient genutzt und bedarfsgerecht abgegeben werden kann. Die letzte Station des Rundgangs führte die Teilnehmenden zu einem Zweifamilienhaus in der Schlettstadter Straße. Die Hauseigentümer haben dieses Jahr das Dach dämmen und neu eindecken lassen und eine Photovoltaikanlage installiert. Der eigenen Stromproduktion steht nun nichts mehr im Wege.

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