Umwelt & Verkehr - 20.12.2013

Einweihung der Südtangente

Nach zwei Jahren Bauzeit ist die neue Südtangente fristgerecht fertig. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Staatssekretärin Gisela Splett, MdL, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Baubürgermeister Lothar Quast weihten gemeinsam die leistungsstarke sechsspurige Straße ein.

Zwischen dem Neckarauer Übergang und dem Victoria-Turm wurden 1,1 Kilometer Straße neu gebaut, die beiden Zufahrten in den Lindenhof an der Landteilstraße und der Gontardknoten fertiggestellt. „Mit der Südtangente kann der Verkehr nun auch in Spitzenzeiten zügig fließen. Rund 62.000 Kraftfahrzeuge, die hier täglich fahren, werden davon profitieren. Aber auch für die Anwohner bedeutet es eine Entlastung, da der Verkehr nicht mehr direkt an der Wohnbebauung entlang fließt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Bei dem Projekt wurden sieben Kilometer Schienen entfernt, 200.000 Tonnen Erdmasse bewegt, 15 Kilometer Leitungen verlegt, 45.000 Quadratmeter Fahrbahn und 15.000 Quadratmeter Gehwege und Radwege hergestellt sowie 150 Bäume gepflanzt. Anstatt früher sieben Kreuzungen gewährleisten jetzt zwei die Leistungsfähigkeit.

Die Kosten für die Verlegung der Südtangente belaufen sich auf rund 34,5 Millionen Euro. Unterstützt wird die Stadt durch das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Europäische Union. „Ohne diese Unterstützung könnte die Stadt Mannheim Maßnahmen in dieser Größenordnung nicht realisieren. Für ihr Vertrauen in die Zukunft unserer Stadt und der gesamten Metropolregion möchten wir uns sehr herzlich bei Staatssekretärin Splett und bei Regierungspräsidentin Kressl und ihren Mitarbeitern bedanken“, so Dr. Kurz.

Staatssekretärin Splett betonte: „Die Weichen für eine funktionale und städtebauliche Aufwertung des südlichen Hauptbahnhofbereichs sind mit dieser Maßnahme gestellt. Ich denke, dass die neue Südtangente den zukünftigen verkehrlichen Anforderungen Rechnung tragen wird.“ Als „gut angelegtes Geld“ wertete Regierungspräsidentin Nicolette Kressl die Investition in dieses für Mannheim so wichtige Infrastrukturvorhaben. „Die neue leistungsfähige Hauptverkehrsanbindung wird die Verkehrsverhältnisse wesentlich verbessern“, sagte Kressl.

Der Startschuss zur Verlegung der Südtangente begann mit dem Bau der verlängerten Landteilstraße von der Lindenhofstraße bis zur John-Deere-Straße in den Jahren 2006 bis 2007. Somit konnte der Verkehr schon frühzeitig gebündelt werden. Im März 2010 erfolgte dann der Spatenstich zum Bau der Südtangente im Bereich des Neckarauer Übergangs.

Die Verlegung der Südtangente ist nicht nur ein wichtiges Verkehrsprojekt, sondern macht auch eines der bedeutendsten städtebaulichen Entwicklungsprojekte der Stadt Mannheim erst möglich. Im Glückstein-Quartier entsteht ein lebendiges, urbanes Stadtquartier mit einem Mix aus Bürogebäuden, Wissenschaftseinrichtungen, hochwertigen Wohnungen, öffentlichen Plätzen und ansprechenden Grünflächen. Insgesamt werden knapp 170.000 Quadratmeter Büro- und Dienstleistungsfläche und Wohnungen für 1.500 Einwohner geschaffen.

Wichtige private Investitionsentscheidungen sind gefallen, die das Projekt entscheidend weitergebracht haben. „Der Bau der Südtangente schafft beste Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung dieses Quartiers in bester Lage, ganz im Sinne einer europäischen Stadt“, stellte Baubürgermeister Lothar Quast in Aussicht. Den Beginn macht die Glücksteinallee im Bereich zwischen Landteilstraße und Carl-Metz-Straße in den Jahren 2014 und 2015.

Die Stadt bedankt sich bei allen am Bau Beteiligten für ihr Engagement. Ebenso bei den Mitgliedern des Stadtrates und des Bezirksbeirates Lindenhof, die das Vorhaben unterstützt haben, wie auch den betroffenen Verkehrsteilnehmern und den Bürgern des Lindenhofs für ihre Geduld und für ihr Verständnis.

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