21.05.2019

Ehrung für die „Botschafter der Stadt“

Sie sorgen dafür, dass der Verkehr rollt und das Wasser fließt. Sie betreuen die Jüngsten und schaffen die Voraussetzung, dass die Bürgerinnen und Bürger die Wahl haben, sich zu beteiligen und erledigen viele andere Aufgaben mehr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung legen die Grundlagen für eine lebenswerte Stadt Mannheim. „Sie sind das Gesicht der Stadt und des öffentlichen Dienstes“, betonte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz deshalb bei der Jubilarfeier in der Festhalle Baumhain. 72 Männer und Frauen wurden für 25 Jahre bei der Verwaltung geehrt. Stolze 83 bringen es sogar schon auf 40 Jahre „bei der Stadt“. Für sie alle, sowie für die 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr ihren Ruhestand angetreten haben, war es ein Abend der Wertschätzung und Anerkennung.

Viel hat sich in diesen 40 Jahren bewegt. Der OB machte dies an einer „bahnbrechenden Neuerung“ deutlich: „1977, also ein Jahr, bevor unsere 40-jährigen Jubilare ihre Berufslaufbahn begonnen haben, wurde das Tastentelefon eingeführt – konnte sich aber zunächst nicht durchsetzen.“ Viel habe sich seither getan. Immer umfangreicher würden die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Und gemessen an der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung befinden wir uns in der Verwaltung in einer Wachstumsbranche,“ so der OB weiter. Doch nicht nur das Aufgabenfeld werde größer: „Auch die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Verwaltung ist in den vergangenen Jahren gestiegen.“ Ein Verdienst der Belegschaft und auch eine Auswirkung der 1993, dem Einstellungsjahr der 25-jährigen Jubilare, eingeführten Steuerungsrichtlinien, die im Jahr 2008 mit dem „Change²“-Prozess noch einmal modifiziert wurden. „Zunächst haben wir darauf geschaut, welche Leistung wir erbringen wollen und dann ging es auch darum, welche Wirkung wir damit erzielen“, beschrieb Kurz den erfolgreichen Entwicklungsprozess.

Als Vorsitzende des Gesamtpersonalrates kam, ein letztes Mal in dieser Funktion vor ihrem Ruhestand, Gitta Süß-Slania zu Wort: „Es wäre schrecklich, wenn Sie unter Ihrem Arbeitsleben einen Strich machen würden und darunter mehr Unangenehmes als Erfreuliches stünde. Dann hätten der Arbeitgeber aber auch wir als Gesamtpersonalrat schlecht gearbeitet.“

Dass dies eintreffen könnte, glauben aber weder die scheidende Personalratsvorsitzende noch der Oberbürgermeister. In einem Aufgabenfeld, das das gesamte Leben der Bürgerinnen und Bürger – von der Geburt bis zum Tod – begleitet, blieben die Herausforderungen an die Belegschaft weiter spannend.

 

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