Kultur - 14.09.2015

Die DUCKOMENTA. Weltgeschichte neu ENTdeckt

Bis zum 24. April 2016 präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (rem) eine außergewöhnliche Sonderausstellung voller Witz und Fantasie. „Die DUCKOMENTA. Weltgeschichte neu ENTdeckt“ lädt zu einer unterhaltsamen Reise in ein Paralleluniversum ein, das von Enten bevölkert wird. Es gibt ein überraschendes Wiedersehen mit weltberühmten Funden der Archäologie und Werken der Kunst- und Kulturgeschichte – alle augenzwinkernd neu interpretiert mit Entenschnabel.

Mit mehr als 300 Exponaten zeigen die Reiss-Engelhorn-Museen die bislang größte DUCKOMENTA-Ausstellung Deutschlands. Bei den Werken handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern um handgefertigte Malereien, Skizzen und Plastiken. Die Objekte reichen von der Zeit der Dinosaurier bis zur Mondlandung. Uralte archäologische Zeugnisse wie die Venus von Villenduck und die Eisenten-Mumie Dötzi sind ebenso vertreten wie griechische Vasen, mittelalterliche Handschriften und geheimnisvolle ägyptische Funde, darunter die Büste der Königin Duckfretete. Die Ausstellung vereint Meilensteine der Kunstgeschichte: Berühmte Gemälde wie Leonardos „Mona Lisa“, Spitzwegs „Der arme Poet“, Manets „Frühstück im Grünen“ oder Munchs „Der Schrei“ präsentieren sich in ungewöhnlicher Weise. Viele große Persönlichkeiten wie Goethe, Napoleon, Sisi, Albert Einstein, Marilyn Monroe oder Che Guevara haben ihr Pendant in der Entenwelt.

„Die Ausstellung „Die DUCKOMENTA. Weltgeschichte neu ENTdeckt“ passt wunderbar zu den Reiss-Engelhorn-Museen. Denn sie greift deren breitgefächertes Angebot auf. In den rem wird Weltgeschichte erzählt“, sagte Kulturbürgermeister Michael Grötsch bei der Eröffnung mit Blick auf die Sonderausstellungen und ständigen Sammlungen der rem – auch diese tauchen ein ins Alte Ägypten, entdecken das reiche Erbe der Antike, schwelgen in der Sammelleidenschaft der Fürsten und bewundern Ikonen der Fotokunst.

Hinter der amüsanten Umdeutung der Weltgeschichte steht die Berliner Künstlergruppe interDuck. Seit 1986 widmet sie sich immer neuen Facetten des Enten-Universums. Was als Seminar an einer Kunsthochschule begann, hat inzwischen in ganz Europa schon über 1,5 Millionen Besucher begeistert.

 

Speziell für die Mannheimer Präsentation wurden vier neue Objekte angefertigt: Der Dinosaurier „Anatotitan mannheimensis“ ist eines der frühesten Zeugnisse der Enten-Zivilisation. Ein Gemälde aus den Beständen der rem stand Pate für das Porträt von Kurfürst Carl Theoduck von der Pfalz und Bayern. Außerdem dürfen sich die Besucher auf eine besondere Version der Freiheitsstatue freuen und auch der King of Rock 'n' Roll gibt sich im kürzlich zur UNESCO City of Music erklärten Mannheim erstmals die Ehre.

In der Ausstellung laden verschiedene Stationen und eine Rallye für Kinder zum Mitmachen ein. Außerdem bieten die rem ein abwechslungsreiches Begleitprogramm für Erwachsene, Kinder, Familien und Schulklassen.

Pünktlich zum Start der Mannheimer Ausstellung erscheint im Nünnerich-Asmus Verlag unter dem Titel „Art of the DUCKOMENTA“ ein umfangreicher Katalog. Der hochwertige, dreisprachige Begleitband ist reich bebildert.   

 

www.duckomenta-mannheim.de