International - 02.07.2019

Deutsche UNESCO-Kommission tagt in Mannheim

Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) als zentrale Schnittstelle zwischen der UNESCO sowie der Regierung und Zivilgesellschaft in Deutschland hat ihre zweitägige Mitgliederversammlung in Mannheim abgehalten. Leitbild ihrer Arbeit ist die Globale Nachhaltigkeitsagenda „Ich freue mich, dass Sie in der Kunsthalle tagen“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Teilnehmer im Atrium nach Ende des ersten Sitzungstages. Dieser war öffentlich und unter dem Motto „Fair Erben. Junge Ideen zum Menschheitserbe“ gestanden. Dafür hatten sich seit Anfang diesen Jahres 25 junge Menschen im Rahmen der Initiative „Junge Ideen für die DUK“ zu Fragen wie „Welche Bedeutung hat Menschheitserbe heute?“, „Wie wirkt Erbe auf Identitätsstiftung in einer globalisierten Gesellschaft?“ oder „Welche Bedeutung hat materielles Erbe in einer immer virtuelleren Welt?“ ausgetauscht. Ihre Perspektiven und Ideen präsentierten sie nachmittags im Rahmen des öffentlichen Teils und diskutierten an Thementischen mit den Teilnehmern.

Fragen, die auch auf Stadtebene eine zentrale Rolle spielen. „Welche Kultur repräsentieren wir? Ist diese der Stadtgesellschaft angemessen?“, formulierte es der Oberbürgermeister in seiner Begrüßung und betonte, dass Mannheim sich als Kulturstadt verstehe. Als vielgestaltige Stadt, die sich ihr kulturelles Erbe auch nach Wegzug des kurfürstlichen Hofes nach München bewahrt habe. Zugleich stelle sich die Stadt, in der Menschen aus 170 unterschiedlichen Nationen leben, globalen und internationalen Entwicklungen und Herausforderungen. Mannheim sei in entsprechende Netzwerke eingebunden und kooperiere mit anderen Kommunen. 2014 habe die UNESCO als weltweit wichtigste kulturelle Institution Mannheim als eine von vier deutschen Städten in ihr Creative Cities Network aufgenommen, und man trage den Titel Mannheim UNESCO City of Music. „Wir sind die einzige deutsche Stadt, die eine formale Kooperation mit UN-Habitat geschlossen hat“, ergänzte der OB. Eineinhalb Jahre habe man zudem unter Einbeziehung der Bevölkerung die Frage bearbeitet, was die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele für Mannheim bedeuten und daraus ein Leitbild entwickelt.

„Offenheit ist ein wesentliches Merkmal von Mannheim“, erklärte DUK-Präsidenten Prof. Dr. Maria Böhmer und bedankte sich für den herzlichen Empfang. „Wir sind in einer UNESCO-Region zu Gast“, stellte sie fest und nannte als weitere Beispiele Heidelberg als UNESCO City of Literature und den UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald.

 

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