Kultur - 05.02.2016

„Deltabeben.Regionale 2016“: Künstlerische Vielfalt im Mannheimer Kunstverein, Port25 und in der Kunsthalle

Von Graffiti über Lichtinstallationen bis hin zu Holzskulpturen: Das Ausstellungsprojekt „Deltabeben. Regionale 2016“ zeigt vom 5. Februar bis 28. März im Mannheimer Kunstverein, im Port25 – Raum für Gegenwartskunst und in der Kunsthalle Mannheim die urbane Vielfältigkeit der Kunstlandschaft der Metropolregion Rhein-Neckar.

„Die Deltabeben.Regionale 2016 präsentiert bereits zum vierten Mal die Vielfalt des aktuellen Kunstschaffens von Heidelberg bis Kaiserslautern und von Karlsruhe bis Mainz in den wichtigen Ausstellungshäusern der Region“, begrüßte Kulturbürgermeister Michael Grötsch die Gäste der Vernissage in der Kunsthalle Mannheim. „Ein elfköpfiges Expertenteam nominierte herausragende Arbeiten von insgesamt 31 Künstlerinnen und Künstler, die die regionale Kunstszene repräsentieren.“

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar. Die teilnehmenden Künstler kommen aus allen Teilen der Region, ihr Spektrum reicht von Fotografie, Arbeiten auf Papier, Graffiti, skulpturalen und installativen Arbeiten bis hin zur Video- und Performancekunst. „Dass die Teilnehmer einen biografischen Bezug zur Rhein-Neckar-Region haben, jedoch nicht aktuell hier gemeldet sein müssen, ermöglicht es, auch international erfolgreiche Künstler auszustellen“, zeigt sich Grötsch von dem Konzept begeistert. So wird etwa Graffitikünstler Hombre SUK, der seine Farbe schon in Shanghai, New York und Sofia versprühte, eine Wand des Mannheimer Kunstvereins gestalten, während die gebürtige Ludwigshafenerin Sabine Dehnel aktuelle Arbeiten zeigt, in denen sie die Medien Fotografie, Malerei und Installation vereint. Der Mannheimer Medienkünstler Benjamin Jantzen, unter dem Pseudonym Pixelschubser bestens bekannt, lässt für Port25 – Raum für Gegenwartskunst eine Licht- und Videoinstallation entstehen.

In der Kunsthalle Mannheim werden Skulpturen von Michael Dekker gezeigt, die wie zersprengte Holzlatten wirken, die Dekker zu kristallinen bis insektenhaften Formen zusammensetzt. Andrea Esswein, bekannt für ihre „Kopigraphien“, befragt in ihrem Video „Zwischen Existenz und Exzellenz“ zehn Künstlerinnen und Künstler zu den Themen Anerkennung, Glück, Enttäuschung und Selbstwert, während Christiane Schlosser in ihren Arbeiten auf Papier die Grenzen der Wahrnehmung auslotet.

Während 2012 eine sechsköpfige Jury aus 400 Bewerbungen die teilnehmenden Künstler aussuchte, wurden dieses Mal die 3o Künstler bzw. Künstlerkollektive von einem Komitee aus elf Persönlichkeiten der regionalen Kulturszene ausgewählt – darunter Dr. Inge Herold (stellvertretende Direktorin der Kunsthalle Mannheim), Dr. Martin Stather (künstlerischer Leiter des Mannheimer Kunstvereins), Stefanie Kleinsorge (Leiterin des Port25) als Stellvertreter der austragenden Institutionen in Mannheim sowie Tamara Grcic (Künstlerin und Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz), René Zechlin (Direktor des Wilhelm-Hack-Museums, Ludwigshafen), Susanne Weiß Direktorin des Kunstvereins Heidelberg) und Annika Wind (freie Kulturjournalistin).

Noch bis zum 28. März sind in der Kunsthalle Mannheim, im Mannheimer Kunstverein und im Port25 – Raum für Gegenwartskunst folgende Künstler und Künstlerkollektive zu sehen: Kirsten Achtermann gen. Brand, Matthis Bacht, Basco & Teejay, Adam Cmiel, Sabine Dehnel, Michael Dekker, Andrea Esswein, Geckeis & Walz, Janet Grau, Hombre SUK, Zero Reiko Ishihara, Benjamin Jantzen, Cholud Kassem, KIKE, Andrea Ostermeyer, Sven Paustian, Rosemarie Phiel, Jaime Ramirez, Christiane Schlosser, Schmott, Vicky Stratidou, superart.tv, Maria Tackmann, Claudia Urlaß, Imran Utku, Julia Wenz.