International - 25.01.2019

Delegation aus Helsinki besucht Mannheim

Eine finnische Delegation besuchte am Mittwoch und Donnerstag Mannheim, um sich mit ErsteM Bürgermeister Christian Specht und der Geschäftsführung der rnv über die Themen Verkehr und Stadtentwicklung auszutauschen. Unter anderem besichtigten die Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Mobilität, Anni Sinnemäki, sowie der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe der Stadt Helsinki (HKL), Ville Lehmuskoski, das 1:1-Modell der neuen Straßenbahn Rhein-Neckar-Tram (RNT2020) sowie das künftige Stadtquartier FRANKLIN.

Im Mobilitätsforum des europäischen Städtenetzwerks EUROCITIES, dessen Vorsitz Erster Bürgermeister Christian Specht innehat, tauschen sich die beiden Großstädte Mannheim und Helsinki bereits seit Jahren über Mobilitätskonzepte aus. Nun fand zum ersten Mal ein Besuch der Bürgermeisterin für Stadtentwicklung und Mobilität in Helsinki, Anni Sinnemäki, in Mannheim statt. Neben einem Rundgang über den Mannheimer Betriebshof der rnv und einem Besuch der bekannten Popakademie im Jungbusch besichtigte die Delegation das künftige Stadtquartier FRANKLIN, das auf dem Konversionsgebiet Benjamin-Franklin-Village entsteht. Dort erläuterte Christian Specht das innovative Mobilitätskonzept des neuen Stadtquartiers, das die Quartiersentwicklung und Mobilität der Einwohner miteinander verknüpft und sich unter anderem in der Entwicklung des autonom fahrenden Robo-Shuttles widerspiegelt. Damit wird die „Marke Mannheim“ als Smart City und Ort der Innovation weiter gestärkt.

Auf dem Betriebshof der rnv tauschten sich die rnv-Geschäftsführer Martin in der Beek und Christian Volz mit Anni Sinnemäki und dem Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe in Helsinki, Ville Lehmuskoski, über die Herausforderungen im Hinblick auf Fahrzeuge und Verkehrsnetz aus. Wichtig ist diese freundschaftliche Kontaktpflege mit den finnischen Besuchern besonders, da das in Helsinki bereits eingesetzte Straßenbahnmodell „Helsinki Artic“ mit der von der rnv bestellten und zuletzt in Form des Mock-Up verschiedenen Interessengruppen zugänglich gemachten Rhein-Neckar-Tram 2020 in Teilen identisch ist. Die Gemeinsamkeiten des Fahrzeugs sind auf Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Schiene zurückzuführen: Sowohl in Helsinki als auch in der Rhein-Neckar-Region wird ein anspruchsvolles Meterspurnetz befahren.

Christian Specht hob die Kooperation der beiden Städte hervor: „Wie wichtig der internationale Austausch ist, zeigt sich aktuell an der neuen Rhein-Neckar-Tram 2020. Diese basiert auf einem Modell, das sich in der Stadt Helsinki bereits im Alltag bewährt hat. Die Gemeinsamkeiten unserer beiden Städte erstrecken sich darüber hinaus aber auch über unsere geografische Lage am Wasser sowie die Herausforderungen, die sich uns durch den Klimawandel stellen. Helsinki will als erste Stadt Europas bis 2035 CO2-frei sein und hat uns hierzu heute ihr Konzept vorgestellt.“

Bezugnehmend auf die neue Rhein-Neckar-Tram 2020 betonte Anni Sinnemäki: „Es ist sehr bereichernd, dass hier in Mannheim im Grunde das gleiche Fahrzeug wie bei uns in Helsinki ausgewählt wurde. Besonders interessant ist es aber, wie hier das Mock-Up öffentlich genutzt wurde, um Interessengruppen zu Wort kommen zu lassen, und wie die Pläne des Fahrzeugs daraufhin in einigen Aspekten angepasst wurden.“

„Der Austausch mit unseren finnischen Kollegen ist aufschlussreich, da wir uns in vielen Bereichen so ähnlich sind. Die RNT 2020 wird das künftig noch vertiefen. Ein wesentlicher Unterschied ist aber, dass unsere neuen Fahrzeuge länger und mit höheren Geschwindigkeiten auf den Schienen an Rhein und Neckar unterwegs sein werden“, führte Christian Volz, Kaufmännischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, weiter aus.

Medien