Politik & Verwaltung - 12.03.2020

"Dankbar in Deutschland zu leben"

„Wir freuen uns sehr, Sie hier zu haben und dass Sie sich entschieden haben, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz den Generalmusikdirektor des Mannheimer Nationaltheaters, Alexander Soddy. Nachdem Soddy aus terminlichen Gründen nicht zur Einbürgerungsfeier hatte kommen können, empfing ihn der OB kurzerhand im Rathaus. „Ich bin dankbar, in Mannheim zu sein und in Deutschland leben zu können. In England fühle ich mich mittlerweile eher als Ausländer. Ich würde mich selbst jedoch eher als Europäer verstehen “, erklärte Soddy im Rahmen des Gesprächs, das sich natürlich auch um den Brexit und die politische Entwicklung in Deutschland drehte.

Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist Alexander Soddy Generalmusikdirektor am Nationaltheater Mannheim und hat dort bisher die Premieren von Giuseppe Verdis »Aida«, Schumanns »Genoveva«, Beethovens »Fidelio«, Mozarts »Don Giovanni«, Wagners »Meistersingern« und Debussys »Pelléas et Melisande« geleitet sowie zahlreiche Wiederaufnahmen dirigiert, darunter »Hänsel und Gretel«, »Madama Butterfly«, »Elektra«, »Der Rosenkavalier«, »Tannhäuser«, »Lohengrin« und »Parsifal«. Soddy setzt sich auch für in Deutschland selten zu hörende Werke wie Benjamin Brittens »War Requiem« und Uraufführung sinfonischer Auftragswerke ein. In der Spielzeit 2019/20 leitet Soddy am Nationaltheater Mannheim die Neuproduktionen »Peter Grimes« sowie »Tristan und Isolde« und legt darüber hinaus mit »Frau ohne Schatten«, »Salome« und »Rosenkavalier« einen Schwerpunkt auf das Werk von Richard Strauss’. Neben den Akademiekonzerten in Mannheim führen ihn Konzertverpflichtungen nach Deutschland und in die USA. Jüngst gab er seine Vertragsverlängerung beim Nationaltheater-Mannheim bis zum Ende der Spielzeit 2021/22 bekannt.

 

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