Sicherheit & Ordnung - 24.10.2020

Corona-Kontrollen in Gaststätten

Das Polizeipräsidium Mannheim führte in Kooperation mit der Stadt Mannheim am Freitagabend zwischen 20 Uhr und 23 Uhr Gaststättenkontrollen im Jungbusch und in der Innenstadt durch. Vor dem Hintergrund stark steigender Inzidenz-Zahlen im Stadtgebiet lag das Hauptaugenmerk auf der Einhaltung der Corona-Verordnung und den damit zusammenhängenden Hygienevorschriften. Hierbei kontrollierten rund 20 Polizeibeamte, darunter auch von der Abteilung Gewerbe und Umwelt, sowie sechs Mitarbeitende des Besonderen Ordnungsdienstes und der Gaststättenabteilung der Stadt Mannheim in insgesamt 15 Gaststätten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die Einhaltung der Mindestabstände, den Ausschank von Alkohol sowie die Einhaltung der Sperrzeiten, da es in der jüngsten Vergangenheit vermehrt zu Verstößen gegen die neuen Auflagen gekommen war. Hier die Ergebnisse der Gaststättenkontrollen am Freitag im Einzelnen:

Während in den Gaststätten zum größten Teil die Auflagen eingehalten wurden und es nur vereinzelte Verstöße gegen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie gegen die Abstandsregeln gab – alle Personen waren einsichtig und wurden lediglich auf die Einhaltung der Regeln hingewiesen –, wurden in einer Gaststätte in den E-Quadraten schwerwiegende Verstöße festgestellt.

Mit ca. 80 Gästen war die Gaststätte überfüllt, es wurde getanzt und der Mund-Nasen-Schutz nicht getragen. Darüber hinaus waren die Listen zur Kontaktverfolgung nur in wenigen Fällen ausgefüllt und wenn, dann waren die Kontaktdaten unvollständig. Die Gaststätte wurde sofort geschlossen und gegenüber den Gästen erfolgten Platzverweise. Der Wirt muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. Die Ermittlungen dauern an.
 
Darüber hinaus wurden in zwei Gaststätten im Jungbusch insgesamt vier illegal betriebene Glückspielautomaten festgestellt und stillgelegt. Rund 3.000 Euro des dadurch eingespielten Geldes wurden sichergestellt. Auch hierzu dauern die Ermittlungen der Abteilung Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums an.

Andreas Stenger, Präsident des Polizeipräsidiums Mannheim, betont, dass die aktuelle Lage den Menschen viel Disziplin und Durchhaltevermögen abverlangt.
„Es geht uns nicht darum, möglichst viele Bußgelder zu erheben. Vielmehr soll die Einsicht in die Notwendigkeit der drastischen Einschnitte zur Eindämmung der Corona-Pandemie erhöht werden. Wer aber meint, sich über die Corona-Regeln hinwegsetzen zu können und damit sich und vor allem auch andere gefährdet, den werden wir konsequent zur Kasse bitten. Wir brauchen Ausdauer und müssen die Regeln einhalten. Es geht darum die „zweite Welle“ und die hohen Infektionszahlen so schnell wie möglich wieder einzudämmen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Ziel ist es weiterhin, durch eine hohe Kontrolldichte, die Einhaltung der getroffenen Regeln zu überwachen. Wir setzten auf ihr Verständnis und ihre Disziplin“, verleiht Andreas Stenger seiner Hoffnung Ausdruck.
 
Christian Specht, Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent der Stadt Mannheim, ergänzt: „Seit März überwacht der städtische Ordnungsdienst die Einhaltung der Corona-Regelungen intensiv. Mit solchen Schwerpunktaktionen halten wir den Kontrolldruck aufrecht, der bisweilen leider nötig ist, um die Regelungen durchzusetzen, die zum Eindämmen der Pandemie beitragen.“

Weitere Kontrollen des Polizeipräsidiums Mannheim in Zusammenarbeit mit der Stadt Mannheim sind bereits in Planung.

 

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