Corona - 05.11.2020

Bundeswehrsoldaten unterstützen Gesundheitsamt

Hilfe beim Kontaktpersonenmanagement

Seit dem 22. Oktober unterstützen 30 Soldaten der 1. Kompanie des Panzerbataillons 363 in Hardheim in Vollzeit an sieben Tagen in der Woche das Gesundheitsamt in Mannheim beim Einsatz gegen die Corona-Pandemie. Aufgrund des weiteren Anstiegs des Infektionsgeschehens hatte die Stadt Mannheim Soldat*innen der Bundeswehr angefordert, die das Gesundheitsamt bei seiner Arbeit unterstützen sollen. Durch den Anstieg an Neuinfektionen ist auch die Zahl der nachzuverfolgenden Kontaktpersonen stark angestiegen, so dass der Mehraufwand nicht mehr durch das vorhandene Personal und die bereits hinzugezogenen Hilfskräfte gedeckt werden kann.
 
Die Soldaten unterstützen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes bei der Kontaktaufnahme mit positiv getesteten Bürger*innen sowie deren Kontaktpersonen. Dies erfolgt in der Regel telefonisch oder elektronisch, die Arbeit findet somit am PC oder Telefon statt. Dazu gehört die Information und Beratung betroffener Personen auf Grundlage eines vom  Gesundheitsamt bereitgestellten Fragenkatalogs, die Verwaltung und Eingabe ihrer Daten sowie die Datenübermittlung und -erfassung in einer speziellen Software. Der Einsatz ist zunächst bis 4. Dezember 2020 vorgesehen.

„Wir freuen uns sehr über die personelle Unterstützung für unser Gesundheitsamt. Dafür sind wir dem Landeskommando Baden-Württemberg und den Soldaten sehr dankbar!“, betont Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert.

Personelle Situation im Gesundheitsamt
Die personelle Situation im Gesundheitsamt folgt dem Bedarf: Prinzipiell können im Bedarfsfall alle Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes für Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wie beispielsweise das Kontaktpersonenmanagement eingesetzt werden. Die Möglichkeit der Bewältigung der Krise gelingt aber auch dadurch, dass das Gesundheitsamt Mannheim in den kommunalen Kontext eingebunden ist und dadurch Personal unter anderem für die Kontaktverfolgung aus anderen städtischen Verwaltungsbereichen hinzugezogen werden kann.

So waren es zu Anfang der ersten Infektions-Welle vor allem fachbereichsinterne Mitarbeiter*innen aus dem Fachbereich Jugendamt und Gesundheitsamt sowie Studierende, die sich freiwillig zur Unterstützung der Kolleg*innen meldeten. Es zeigte sich jedoch schnell, dass alleine hierdurch keine ausreichende Personalressource eröffnet werden kann. Insbesondere in der Studentenschaft war die Unterstützungsbereitschaft von Anfang an sehr groß: Bis zu 70 Student*innen mit unterschiedlichen Stundenkontingenten waren zeitweise beim Gesundheitsamt der Stadt Mannheim im Einsatz. Auch vom RKI beauftragte Containment-Scouts sind bereits über Monate beim Gesundheitsamt tätig, einer von ihnen konnte nun in ein reguläres Arbeitsverhältnis übernommen werden. Zudem wurden im September zusätzlich 22,5 unbefristete und befristete Vollzeitstellen zur Verfügung gestellt, von denen bereits 17,5 Vollzeitstellen besetzt werden konnten.

Da der Einsatz der Bundeswehr in Mannheim befristet ist, wird bereits schon jetzt für deren Ersatz ein entsprechender Personalpool akquiriert und eingestellt. Befristete Arbeitsverträge werden aktuell weiterhin Studierenden, aber auch anderen Unterstützungswilligen aus der Bürgerschaft angeboten. Weitere Unterstützung kommt aus einem Pool an städtischen Mitarbeitenden, die sich bereit erklärt haben, das Gesundheitsamt bei seiner wichtigen Arbeit zu unterstützen. Derzeit werden oder wurden diese Personen aus anderen Verwaltungsbereichen der Stadt für diese Aufgaben geschult.

„Die Einarbeitung der zusätzlichen Unterstützer*innen erfolgt parallel zu der ‚normalen Arbeit‘ der Mitarbeitenden im Gesundheitsamt. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, mich bei unseren Stammkräften dort für deren herausragendes und weit über das Normalmaß hinausgehendes Engagement in diesen Wochen und Monaten herzlich zu bedanken“, hob der Bürgermeister hervor.

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