Politik & Verwaltung - 17.11.2011

Auszeichnung für Mannheimer Change²-Prozess

Die Stadt Mannheim ist beim European Public Sector Award (EPSA) als Finalist ausgezeichnet worden. Das Projekt Change² zählte zu den fünf Nominierten in der Hauptkategorie „Smart Public Service Delivery in a Cold Economic Climate“.

Insgesamt nahmen 274 Projektvorschläge aus 32 Ländern in drei Kategorien am Wettbewerb des European Institute of Public Administration (EIPA) teil. Jury-Mitglied Michael Burnett, EIPA-Experte für Finanzwirtschaft und verantwortlich für die EPSA-Kategorie „Smart Public Service Delivery in a Cold Economic Climate“, hat sich während des Wettbewerbs vor Ort in Mannheim über den Verwaltungsmodernisierungs-prozess informiert. „Mannheim löst das Versprechen „Gemeinsam mehr bewirken“ wirklich ein, in dem das Verwaltungshandeln und das Ausgabenverhalten am Servicegedanken für die Bürgerschaft ausgerichtet wird“, so Burnett. „Und sie verdienen den Erfolg, weil sie es geschafft haben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Prozess einzubinden.“

„Es ist großartig, dass wir mit dem Mannheimer Change-Prozess im internationalen Vergleich nach so kurzer Zeit diese Anerkennung erfahren“; freut sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz über den Erfolg. „Dies zeigt, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind.“ Auch der Leiter der Fachgruppe Verwaltungsarchitektur, Ulrich Hörning, ist stolz auf das Wettbewerbsergebnis. „Die eingereichten Projekte waren alle von ausgezeichneter Qualität. Der Gewinner unserer Kategorie, die Stadt Bilbao, arbeitet schon seit 14 Jahren mit einer strategischen Budgetsteuerung, und hat beeindruckende Ergebnisse vorzuweisen.“ Umso herausragender sei es, dass sich Mannheim im Wettbewerb direkt hinter Bilbao platzieren konnte.

Besonders signifikant: von den 15 Finalisten stammte nur einer aus einer nationalen Organisation; die Kommunen stellten zehn Finalteilnehmer. „Damit wird einmal mehr deutlich, dass es die Kommunen sind, die Verwaltung modernisieren und Prozesse im Sinne der Bürgerinnen und Bürger verbessern“, so der Oberbürgermeister. Eine Veränderung der Verwaltungskultur sei vor allem aus kommunalem Engagement heraus denkbar.

Patricia Popp, Bezirksbürgerdienstleiterin, und Gerd Schick, Abteilungsleiter im Fachbereich Bildung, waren Mitglieder der Mannheimer Delegation, die das Projekt Change² in Maastricht präsentierte und viel positive Resonanz der Teilnehmer und der Jury erfuhr. Sie stimmen dem Oberbürgermeister zu. „Ein Veränderungsprozess muss gemeinsam von Spitze und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die gehört werden und ihre Ideen einbringen können, getrieben werden.“ Nur so sei gewährleistet, dass die Modernisierung erfolgreich sei.

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