Wirtschaft & Arbeit - 07.09.2016

Auswertung der deutschen Zukunftsstädte 2016/2017: Mannheim platziert sich in den Top 10

Mannheim schneidet in dem Städteranking „German Cities of the Future 2016/2017“ von „fDi Intelligence“ – einem Ableger der Financial Times – in der Gesamtbewertung mit einem hervorragenden zehnten Platz ab. In den Bereichen ökonomisches Potenzial und Verkehrsanbindung belegt die Quadratestadt jeweils Platz acht. Insgesamt 39 deutsche Standorte wurden in den fünf Kategorien ökonomisches Potenzial, Unternehmensfreundlichkeit, Kosteneffektivität, Anbindung/Infrastruktur, Humankapital/Lifestyle miteinander verglichen. Erhoben wurden die Daten im Zeitraum 2011 bis 2015.
 
Mannheim stellt sich mit den Clustermanagements Medizintechnologie und Smart Production adäquat und kompetent für die wissensintensiven und digitalisierten Wirtschaftszweige der Zukunft auf. „Das Ranking zeigt, dass Mannheimer Unternehmen das Thema Digitalisierung im Blick haben und schon jetzt viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in industrienahen Zukunftsbranchen arbeiten“, kommentiert Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Ergebnisse. Mannheim verzeichnet weiterhin einen Höchststand von insgesamt 182.682 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Standort, davon arbeiten rund 9.500 Menschen im Bereich der Medizintechnologie. Auch das von der Stadt initiierte Netzwerk Smart Production, mit dem die Digitalisierung der Wirtschaft unterstützt werden soll, wächst weiter und zählt bereits über 40 Netzwerkpartner.
 
Ziel der Stadt Mannheim ist es, Wissenschaft und Unternehmen noch enger zu verknüpfen und sowohl Zukunftstechnologien als auch Kreativität weiter zu stärken. „Die Cluster Medizintechnologie, Smart Production und Kreativwirtschaft schaffen Ansiedlungen, neue Branchen und Berufsbilder. Die Stadt wächst und kann Talente sowie Fachkräfte gewinnen“, so Dr. Kurz.
 
Auch Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch ist überzeugt, dass die Quadratestadt eine Vorreiterrolle einnimmt: „Beim Thema Industrie 4.0 zeigt sich, dass wir mit der frühzeitigen Positionierung Mannheims auf diesem Exzellenzfeld richtig liegen.“ Der Wirtschaftsraum Mannheim verfügt über geballte unternehmerische und wissenschaftliche Kompetenz, um die Digitalisierung der Wirtschaft voranzutreiben und direkt vor Ort an die heimische Industrie weiterzugeben, damit dies ein Erfolgsmodell wird. „Mittels unseres Clusters Smart Production unterstützen und treiben wir diese Entwicklung als Stadtverwaltung gezielt voran“, sagt Grötsch.
 
Daneben zeigt das Ranking, dass der Wirtschaftsstandort Mannheim robust und vielseitig aufgestellt ist. Die Arbeitslosigkeit wurde in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich abgebaut und konnte im Jahresdurchschnitt von 6,4 Prozent im Jahr 2011 auf 6,0 Prozent im Jahr 2015 verringert werden. Für den Monat August vermeldet die Bundesagentur für Arbeit sogar eine Quote von 5,8 Prozent. „Mannheim ist als gewachsene Industriestadt mit klassischer Produktion immer auch abhängig von globalen Entwicklungen. Die aktuellen Arbeitslosenzahlen sind zwar erfreulich, wir müssen aber weiterhin daran arbeiten, mit neuen Kompetenzfeldern unser Profil im Standortwettbewerb zu schärfen und durch eine gezielte Förderung neue Jobs und Wertschöpfung in Mannheim schaffen“, so der Oberbürgermeister abschließend.
 

Die Rankingergebnisse können unter http://www.fdiintelligence.com/Locations/Europe/Germany/German-Cities-of-the-Future-2016-17-the-winners eingesehen werden.