Bildung & Wissenschaft - 18.12.2014

Ausgezeichnete Schülerfirma „Die Zweitbesten“ zu Besuch im Rathaus

„Wir wollten mit nichts etwas gründen”, erklärte Christian Mahnke, Lehrer am Johanna-Geissmar-Gymnasium, „nur mit dem Kopf und einem Blatt Papier.“ Entstanden ist die Werbeagentur „Die Zweitbesten“, die ihrem Namen im allerbesten Sinne keine Ehre machte und beim „Bundes-Schülerfirmen-Contest“ in Berlin kürzlich den ersten Platz einheimste. „Ich freue mich riesig über diesen Erfolg“, begrüßte Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer im Rathaus, wo sich diese nicht nur für die erfahrene Unterstützung bedankten: Bei dem ungezwungenen Treffen standen die Jugendlichen den neugierigen Fragen der Bürgermeisterin gerne Rede und Antwort.

Austausch zum Übergangsmanagement Schule – Beruf

Denn auf die ersten erfolgreichen Schritte in der Welt der Wirtschaft sollen weitere folgen – nicht nur mit der Schülerfirma. „Die Schule macht fit fürs Leben“, so Dr. Freundlieb, „Eure Firma fit für die Wirtschaft.“ Wie aber sieht es aus der Perspektive der Elftklässlerinnen und Elftklässler mit der bevorstehenden Berufswahl aus, welche Angebote kennen sie, welche waren hilfreich und was würden sie sich darüber hinaus wünschen? Dem Übergangsmanagement zwischen Schule und Beruf widmet die Dezernentin ein besonderes Augenmerk und nutzte den Besuch, um Informationen aus erster Hand zu sammeln: „Ich bin dankbar, mich mit Euch unmittelbar austauschen zu können, und nehme alle Anregungen mit.“ An der Schwelle zum nächsten Lebensabschnitt stehend, waren auch Deniz Celibi, Christina Grossmann, Christian Große und Jannik Molle gespannt auf Tipps und Ratschläge der Bürgermeisterin zur Berufswahl – eine erste Orientierung in der freien Wirtschaft ist bereits geglückt.

„Wir werden ernst genommen“

Und das mit bemerkenswertem Erfolg: Die Auftragsbücher der kleinen Schüler-Werbeagentur sind voll. Vorzuweisen haben die Jugendlichen Kunden wie SAP oder 1899 Hoffenheim. „Das zeigt“, ist Geschäftsführer und Webdesigner Celibi überzeugt, „wir werden ernst genommen.“ Über soziale Medien stiegen „Die Zweitbesten“ in ihre Akquise ein, ermittelten etwa bei Vereinen Bedarfe und stoßen inzwischen beinahe an ihre Kapazitätsgrenzen. „Ihr erlebt jetzt den Druck eines erfolgreichen Unternehmens“, ist die Bildungsdezernentin vom hohen Professionalisierungsgrad beeindruckt und mahnte gleichsam zu volkswirtschaftlicher Vorsicht, „Erfolg über die Dauer der Zeit zu halten, ist wahnsinnig schwer. Erfolg muss täglich neu erarbeitet werden.“ Dabei sind die jungen Werberinnen und Werber besonders gefordert: Für sie gilt es, Buchhaltung, Kundenbetreuung oder effizienten Ressourceneinsatz vor allem mit dem Unterricht in Einklang zu bringen.

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