Umwelt & Verkehr - 29.07.2020

Aus Biomüll wird grüne Wärme

Die Gemeinderäte der Städte Heidelberg und Mannheim haben in ihren Sitzungen Ende Juli grünes Licht für die Voruntersuchungen eines  Kooperationsprojektes beider Städte bei der Bioabfall-Verwertung gegeben. Zukünftig sollen die Bioabfälle beider Städte nicht nur kompostiert, sondern mittels einer Vergärungsanlage soll Biogas gewonnen und ins Erdgasnetz eingespeist werden. So entsteht aus Bioabfall und Biogas grüne Wärme. Die energetische Nutzung der Bioabfälle verbessert die Ökobilanz bei der Kompostherstellung deutlich, dadurch können CO₂-Emissionen reduziert werden und es wird ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Beide Städte kooperieren schon seit vielen Jahren bei der Bioabfallverwertung und wollen mit dem neuen Projekt ihre gute Zusammenarbeit intensivieren und zugleich mit dem Ausbau erneuerbarer Energien aus Bioabfall ein gemeinsames Signal für den Klimaschutz setzen. In beiden Städten wird für die Biotonne und die Getrenntsammlung der Bioabfälle geworben, denn angesichts der Klimaveränderungen erhält eine effiziente Nutzung der Biomasse eine immer größer werdende Bedeutung. Das wegweisende Projekt soll künftig eine hochwertige Nutzung der Bioabfälle sicherstellen.

Die Städte Heidelberg und Mannheim arbeiten seit mehr als 25 Jahren im Bereich der Abfallbehandlung erfolgreich und vertrauensvoll zusammen. So wird der Heidelberger Rest- und Sperrmüll in Mannheim verbrannt. Umgekehrt liefert Mannheim seine Bioabfälle nach Heidelberg zur Kompostierung. Die Stadt Mannheim plant die Bioabfallsammlung flächendeckend zu erweitern und auszubauen.

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