Wirtschaft & Arbeit - 01.12.2010

Aufbruchstimmung in der Kreativwirtschaft

Die Stadt Mannheim hat mit der Schwerpunktsetzung Musik seit dem Jahrtausendwechsel schon früh die Bedeutung der Kreativwirtschaft erkannt. Dieser Weg wurde mit der Stelle eines Beauftragten für Musik- und Popkultur, der Popakademie Baden-Württemberg, dem Musikpark Mannheim und dem Start des Clustermanagements Musikwirtschaft konsequent fortgesetzt.

Mit einer weiteren maßgeblichen Weichenstellung werden die vielfältigen musikwirtschaftlichen Aktivitäten nun auf weitere Teilbereiche der Kreativwirtschaft ausgeweitet: Zum 1. Dezember 2010 übernimmt Sebastian Dresel, der bisherige Beauftragte für Musik- und Popkultur, die Aufgabe des Beauftragten für Kultur- und Kreativwirtschaften. Sie wird zukünftig beim Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung angesiedelt sein. „Die Kreativwirtschaft zählt neben der Medizintechnologie zu den beiden Kompetenzfeldern innerhalb der Neuen Wirtschaftspolitischen Strategie. Mit der Besetzung der Stelle wird dieser Teil der umfangreichen Strategie zur Neuausrichtung der Mannheimer Wirtschaftsförderung umgesetzt. Sebastian Dresel verfügt durch seine langjährige Beschäftigung mit dem Teilbereich Popkultur über fundierte Kenntnisse in der Kreativbranche, die er seit drei Jahren unter anderem bei der Durchführung des Forums Kreative Stadt mit weiteren Schwerpunktthemen erfolgreich für Mannheim bearbeitet“, bewertet Bürgermeister Michael Grötsch den Schritt.

Dresel wird sein bisheriges Themengebiet Popkultur künftig als Teilgebiet aus anderer Warte begleiten, um sich um die Koordination der vielfältigen kreativwirtschaftlichen Ansatzpunkte in Mannheim zu kümmern. „Es geht in erster Linie darum, die Kräfte zu bündeln und die vorhandenen Strukturen optimal zu nutzen. Unsere spezialisierte Herangehensweise in der Musikförderung hat uns zu einem bundesweit beachteten Beispiel für zielorientierte Kreativwirtschaftsförderung gemacht. Die Lehre daraus ist, auch weiterhin auf konzentriertes und passgenaues Arbeiten zu setzen und den Arbeits- und Sammelbegriff mit konkreten Inhalten und zugeschnittenen Maßnahmen zu füllen“, erläutert Dresel.

Neben der Musik werden vor allem die Bereiche Film und Rundfunk, Design sowie Fotografie als Schwerpunktthemen zu sehen sein. Sowohl fokussierte Themenspezialisierung als auch deren übergeordnete Koordination gehören zum Profil des neuen Beauftragten. Das Tätigkeitsspektrum wird im Einzelnen originäre Aufgaben der Wirtschaftsförderung umfassen. Hierzu zählen Förderungs- und Finanzierungsfragen, Gründungsberatung, Marketing und Außendarstellung, Qualifizierung sowie die Suche nach Kooperationspartnern. Wegweisende wirtschaftspolitische und zugleich städtebauliche Entwicklungen wie der Bau des Kreativwirtschaftszentrums Jungbusch und der Umbau des Alten Volksbades zum stadtteilorientierten Kreativwirtschaftszentrum erschließen weitere Aspekte des Tätigkeitsfeldes wie Standort- und Stadt(-teil)-entwicklung.

Die Stelle des Beauftragten für Kultur- und Kreativwirtschaften und das kürzlich eingerichtete Clustermanagement Musikwirtschaft verstehen sich als Teil der kreativwirtschaftlichen Gesamtstrategie. Die neue Struktur wird auch die neu zu besetzende Stelle des Pop-Beauftragten verändern. In der Zukunft soll hier der Nachwuchs- und Jugendarbeit deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Zusammen werden die Bereiche ihre Kompetenzen bündeln und eine starke Einheit bilden .

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