Bildung & Wissenschaft - 03.02.2020

Auf dem Weg zum Lehramt

215 neue Referendar*innen vereidigt

215 neuen Lehramtsanwärter*innen, starteten am Montag am Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte in Mannheim in ihren Vorbereitungsdienst und damit in einen neuen Lebensabschnitt hin zum Lehrer*innenberuf. 93 von ihnen streben den Dienst in der Primarstufe, also Grundschule, an, 122 den Dienst in der Sekundarstufe I an Werkrealschulen, Hauptschulen und Realschulen. Gestern wurden die neuen Referendar*innen in einer Feierstunde im Technoseum offiziell als Beamtenanwärter*innen vereidigt.

„Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit der Ausbildung mit Ihnen“, betonte die Leiterin des Seminars, Andrea Riegler. Der Lehrer*innenberuf sei ein sehr interessanter mit einer hohen gesellschaftlichen Verantwortung. „Mit dem Wortlaut der Eidesformel verpflichten Sie sich, das Amt nach bestem Wissen und Können zu führen sowie zu dem Menschen- und Wertebild auf Grundlage unseres Grundgesetzes und der Landesverfassung und dieses als Vorbild zu vertreten“, betonte Riegler in ihrer Ansprache, bevor Sie die Lehramtsanwärterinnen vereidigte.

Das Lehramt sei eine besondere Profession, betonte Bildungsbürgermeister Dirk Grunert: „Einerseits eröffnen Ihnen neue Lernmethoden, flexiblere Unterrichtsgestaltung und der Ganztag große Spielräume, um auf die Bedarfe und einzelner Schüler*innen individuell einzugehen. Zum anderen wird Ihnen allen im Leben so vieler junger Menschen eine bedeutende, eine entscheidende Rolle zuteil. Sie werden Bildungswege prägen und damit zu einem nicht unerheblichen Maß auch die Biografien der Ihnen anvertrauten jungen Persönlichkeiten“.

Am Staatlichen Seminar Mannheim erlernten die Referendar*innen fachdidaktische, methodische und soziale Kompetenzen. Als Schulträgerin unterstütze sie aber auch die Stadt Mannheim nach Kräften. „Kommunale Bildungsangebote sind darauf ausgerichtet, Kinder und Jugendliche etwa mit besonderem Sprachförderbedarf zu unterstützen. Kompetenzen und Begabungen zu entdecken und bestmöglich zu fördern, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Alle sollen – ungeachtet ihrer sozialen Herkunft – die gleichen Bildungschancen erhalten. Der Begriff Bildungsgerechtigkeit steht zentral in unserer Vision einer teilhabe- und chancengerechten Stadt und der Gesellschaft darüber hinaus“, hob der Bürgermeister hervor.

Konkrete Unterstützung biete die Stadt als Schulträgerin mit ihren verschiedenen Bildungseinrichtungen. So sei beispielsweise die Stadtbibliothek für den Bereich der Sprach- und Leseförderung, mit ihren Veranstaltungen und Angeboten, Medienkisten und Themenwochen eine gefragte Ansprechpartnerin für Schulen. Die Mitarbeiter*innen des Stadtmedienzentrums unterstützten die Schulen beim Einsatz von Medien und bei Medienprojekten. Und auch im musikalischen Bereich verfüge die Stadt Mannheim mit ihrer Musikschule und deren Angebote über eine herausragende Bildungseinrichtung.

Endrik Ebel, Schulamtsdirektor am Staatlichen Schulamt Mannheim erläuterte, dass die Heterogenität und Komplexität im Schulalltag zugenommen habe, beispielsweise durch den Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung, Migration, inklusives Lernen oder den Umbau der Schulverwaltung. Die sich hieraus ergebenden Herausforderungen ließen sich nur gemeinsam im Team lösen.

Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Berufsverbände und Gewerkschaften wie VBE und GEW informierten über ihre Angebote, musikalisch und darstellerisch umrahmten Referendar*innen des Seminars das Programm.

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