Tourismus, Freizeit & Events - 09.12.2011

Alter Bahnhof: Brand zerstört Planungen

Mit Hochdruck arbeitet die Stadt an einer schnellen Lösung für den Alten Bahnhof in der Neckarstadt, der vor einer Woche durch einen Brand schwer beschädigt wurde.

Erster Bürgermeister und Immobilien-Dezernent Christian Specht erläuterte bei einem Ortstermin zahlreichen Stadträten und Bezirksbeiräten den aktuellen Stand: „Eigentlich wollten wir heute über die erfolgreichen Gespräche mit der Eichbaum-Brauerei berichten, die einen Biergarten an der Kurpfalzbrücke geplant hat. Dann kam der Brand.“ Durch die schweren Beschädigungen des Nachkriegsbaus könne der geplante Eröffnungstermin im Frühsommer 2012 natürlich nicht mehr gehalten werden. „Wir sind aber froh, dass Eichbaum auch weiterhin zu ihrem Engagement steht – das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Mannheim“, so Specht weiter.

Glücklicherweise konnte eine bei dem Brand eingeschlossene Frau, dank Polizei und Feuerwehr, rechtzeitig befreit werden und erlitt nur eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Stadt ist es weiter ein großes Anliegen, bald eine Lösung für das exponierte Gelände an der Kurpfalzbrücke zu finden, die das südliche Entree in die Neckarstadt aufwertet. Deshalb wurde das schwer beschädigte Gebäude sofort gesichert, um weitere Schäden zu verhindern. Gleichzeitig wurde ein Gutachter bestellt, der die Statik überprüft. Bisher konnte das Gebäude jedoch noch nicht betreten werden, weil das Dach einstürzen könnte. Sobald geklärt ist, ob der Alte Bahnhof erhalten werden kann, wird die Stadt neue Gespräche mit Eichbaum führen.

„Eine attraktive Gestaltung des Eingangsbereichs zur Neckarstadt liegt im Interesse der Stadt“, betonte Specht: Mit einem Brauhaus und angeschlossenem Biergarten sollte der Platz belebt werden. Auch der vom Bezirksbeirat geäußerte Wunsch, einen direkten Zugang vom Alten Messplatz zum Neckar zu ermöglichen, war in das Konzept einbezogen. Der Platz bietet aber noch viele weitere Möglichkeiten: Auf dem Gelände wären auch ein Spielplatz und weitere Grünflächen denkbar. „Wir wünschen uns einen attraktiven Platz mit hoher öffentlicher Sicherheit dank sozialer Kontrolle“, so Specht.