Wirtschaft & Arbeit - 20.12.2019

Abschied als Aufbruch zu etwas Neuem

Wenn man nach Mannheim kommt, weint man zwei Mal, nämlich bei der Ankunft und beim Fortgang. So lautet ein Sprichwort, das Johann W. Wagner widerlegt. Der gebürtige Österreicher ist nach Mannheim gekommen, um zu gehen und wiederzukommen. Das spricht für die Nachhaltigkeit Mannheims, aber auch für seine Nachhaltigkeit zu verschiedenen Mannheimer Arbeitgebern. Am Donnerstag, 19. Dezember, wurde der Geschäftsführer der m:con – mannheim:congress GmbH im Jazzclub Ella & Louis in den Ruhestand verabschiedet.

Aber der Reihenfolge nach: Ab 1984 leitete Johann Wagner als Geschäftsführer des Fördervereins die Alte Feuerwache und organisierte Konzerte der IG Jazz. Die Konzerte liefen in der Reihe „Jazz in der Feuerwache“ und mündeten in die jährlichen Mannheimer Jazztage. 1991 führte ihn sein Weg dann zum ersten Mal zur damaligen Mannheimer Kongress- und Touristik GmbH, wo er die Abteilung Kongressorganisation leitete. 1993 wechselte er in den hohen Norden, wo er unter anderem die neue Musik- und Kongresshallen GmbH in Lübeck und die Travelmünde Tourismus GmbH leitete. Dem Regen und schlechten Wetter ausweichend, kehrte er 2009 als neuer Geschäftsführer der Stadtmarketing Mannheim GmbH zurück nach Mannheim, wo er 2013 schließlich die Geschäftsführung der m:con - mannheim:congress GmbH übernahm.
„Johann W. Wagner ist es gelungen, die wesentlichen und wichtigsten Kongresse an den Rosengarten über Jahre zu binden. Hierzu spreche ich ihm meinen Dank und meine Anerkennung aus,“ betont Wirtschaftsbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Michael Grötsch bei der Verabschiedung. „Seine Nachhaltigkeit zeigte sich auch in seinem festen Beharren an den Plänen, den Rosengarten ein zweites Mal zu erweitern.  Mit Erfolg. Der Gemeinderat gab in dieser Woche grünes Licht für die Aufstockung“, so Grötsch weiter.

Doch damit nicht genug. Seinen wohlverdienten Ruhestand macht Wagner zum Unruhestand und kehrt gewissermaßen zurück zu seinen Wurzeln. Der studierte Sozialpädagoge und Sozialarbeiter wird ab Januar einer von zwei geschäftsführenden Vorständen des „Haus Bethanien“, einem Männerwohnheim für Obdachlose und aus der Haft entlassenen Straftätern. „Das ‚Mannheim-Gefühl‘ ist mir wichtig. Ich freue mich, dass ich mich noch ein paar Jahre engagieren und einbringen kann“, sagte Wagner am Ende seiner Rede.
 

 

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