Sicherheit & Ordnung - 14.11.2017

Abnahme der letzten Sirenen

65 Sirenen können künftig die Bevölkerung im gesamten Mannheimer Stadtgebiet vor Gefahren warnen. Am Dienstag wurden im Rahmen der Bauabnahme die letzten beiden Warnanlagen getestet.

„Nach den erfolgreichen Tests ist das gesamte Mannheimer Sirenennetz nun abgenommen und betriebsbereit“, erklärt Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht. „Damit können wir die Bürgerinnen und Bürger künftig bei Großbränden, Naturkatastrophen oder Unfällen schnellstmöglich, sehr zielgenau und vor allem ohne sprachliche Barriere direkt warnen.“

Insgesamt 53 und damit die meisten Sirenen wurden auf Dächern von Firmen, Schulen oder Wohnhäusern montiert. Für zwölf Anlagen wurden spezielle Masten errichtet. „Der Aufbau der Sirenen war eine ziemliche Herausforderung“, berichtet Andrea Bunz von der Mannheimer Feuerwehrabteilung Katastrophenschutz, die die Installation des Sirenennetzes federführend betreut hat. „Keiner der Standorte ist gleich, jeder einzelne hatte seine Besonderheit und musste individuell geplant und nach Rücksprachen mit den Eigentümern der Gebäude oder Gelände aufgebaut werden.“

„Für ihre Bereitschaft und ihr Mitwirken danken wir allen Eigentümern. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Schutz unserer Bevölkerung“, so Specht. „Unser besonderer Dank gilt vor allem auch den Firmen, die sich mit Spendengeldern in Höhe von 400.000 Euro an diesem für die Sicherheit der Stadt Mannheim so wichtigen Projekt beteiligt haben.“

Namentlich handelt es sich bei den Spendern um die Firmen BASF SE, Bunge Deutschland GmbH & Mannheim Bio Fuel GmbH, Fuchs-Schmierstoffe, Grosskraftwerk Mannheim AG, Lehnkering GmbH, Logwin Solutions Deutschland GmbH, Rhein Chemie Rheinau GmbH, Roche Diagnostics GmbH, und Terminals Mannheim GmbH.

Die Gesamtkosten für das Sirenennetz belaufen sich auf 1,35 Millionen Euro.

„Unser Warnsystem besteht aus hochmodernen elektronischen Sirenen, in denen die neueste Technik verbaut ist“, beschreibt Specht die Raffinesse der Warnanlagen. „Zudem ist jede einzelne Warnanlage mit einem speziellen Rückmeldesystem ausgestattet, mithilfe dessen die Funktionstüchtigkeit jederzeit aus der neuen Leitstelle der Hauptfeuerwache kontrolliert wird. Damit sind wir bundesweit in einer Vorreiterrolle.“ Darüber hinaus sind alle Sirenen mit Akkus versorgt, so dass sie auch bei einem Stromausfall noch circa vier Wochen lang alarmbereit sind.

Sollte es künftig zu einem Sirenenalarm kommen, werden die Sirenen im betroffenen Gebiet circa eine Minute lang heulen. Der Ton schwellt dabei immer wieder auf und ab, direkt am Sirenenkopf beträgt die Lautstärke 148 Dezibel. Das ist in etwa so laut wie ein startendes Düsenflugzeug.

Zeitgleich wird es bei einem Sirenenalarm immer auch einen Warnhinweis über die Warn-App KATWARN geben. Aktuell werden damit in Mannheim rund 52.000 Nutzer erreicht. Die App kann kostenlos auf dem Smartphone installiert werden.

 

Stadtweiter Probealarm der Sirenen

Am Freitag, 24. November, wird um 17.15 Uhr ein erster stadtweiter Probealarm als Funktionstest des neuen Sirenennetzes durchgeführt. „Wir bitten bei diesem Probealarm um tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung“, fordert der Sicherheitsdezernent alle Personen auf, die sich zu dieser Uhrzeit in Mannheim aufhalten. „Mit diesem Probealarm wechseln wir von der Theorie in die Praxis: Wir brauchen so viele Rückmeldungen wie möglich, ob und wie gut man die Sirenen im Echtbetrieb hören kann, und zwar in jedem einzelnen Stadtgebiet. Je mehr Bürgerinnen und Bürger uns Rückmeldung geben, desto besser können wir anschließend erkennen, wo die Warnung im Ernstfall optimal funktioniert und wo wir gegebenenfalls noch nachsteuern müssen.“

 

Die Rückmeldung erfolgt im Anschluss an den Probealarm wahlweise über einen der folgenden Kanäle:

a) eine Maske, die über www.mannheim.de abrufbar sein wird

b) per E-Mail an: sirene@mannheim.de

c) telefonisch unter: 0621 / 293 6370

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