Corona - 08.04.2020

32. Aktuelle Information zur Corona-Situation in Mannheim 08.04.2020

1.Oberbürgermeister der Städte Heidelberg und Mannheim und Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises und Rhein-Neckar-Kreises sowie die Mannheimer und Heilbronner Polizeipräsidenten appellieren an die Bevölkerung
 
Nachdem die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie nach derzeitiger Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) messbar sind und greifen, wenden sich die beiden Oberbürgermeister der Städte Heidelberg und Mannheim, Professor Dr. Eckart Würzner und Dr. Peter Kurz, sowie die beiden Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises und Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Achim Brötel und Stefan Dallinger, und die Präsidenten der Polizeipräsidien Mannheim und Heilbronn, Andreas Stenger und Hans Becker, an die Bevölkerung: „Das Osterfest 2020 wird anders sein, ohne Gottesdienste, ohne große familiäre Zusammenkünfte, ohne Urlaubsreisen.“ Für eine Diskussion über die Lockerung der momentan gültigen Maßnahmen sei es jetzt noch „zu früh.“ Die Oberbürgermeister und Landräte sowie die Polizeipräsidenten stellen klar, dass die Einschränkungen noch bis mindestens einschließlich den 19. April 2020 andauern werden. Das Coronavirus sei eine Bedrohung für die Gesundheit und unser aller Ziel müsse es vor allem sein, die Ausbreitung des Virus auch weiterhin zu verlangsamen. „Nur dann können alle gut behandelt werden, die schwer erkranken“, so die sechs Behördenleiter und sie sagen weiter: „Wir alle bitten Sie, halten Sie weiter durch und bleiben Sie zuhause, soweit es möglich ist. Verzichten Sie auf Osterbesuche. Bringen Sie Ihre Familie und Ihre Freunde und auch sich nicht in Gefahr. Bitte halten Sie sich weiter alle an die Regeln!“
 
Weiterhin bitten die Oberbürgermeister und Landräte sowie die Polizeipräsidenten die Menschen in der Region, den Mindestabstand zu anderen Personen einzuhalten, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen und die Regeln der Husten- und Niesetikette zu beachten. „Somit schützen Sie sich und andere vor einer Erkrankung“, so Professor Dr. Würzner, Dr. Kurz, Dr. Brötel, Stefan Dallinger, Andreas Stenger und Hans Becker.

Zudem kann das Tragen auch selbstgenähter Masken zusätzlich unterstützen, sind sich die Verantwortlichen aus der Region einig. Jedoch sind die Masken kein medizinisches Produkt und können somit nicht die grundlegenden Hygienemaßnahmen ersetzen. „Dennoch kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aktuell sinnvoll sein und das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern“, so das Fazit der Oberbürgermeister und Landräte sowie der Polizeipräsidenten, die auf Folgendes hinweisen: „Auch mit einem selbst genähten Mund-Nasen-Schutz kann man einen Beitrag zur Minderung der Ausbreitung leisten. Die professionellen medizinischen Masken sollten aktuell vor allem dem Gesundheitssektor vorbehalten sein – Ärztinnen und Ärzte, Alten- und Krankenpflege brauchen diese dringend.“
 
Hintergrundinformationen:
Das RKI hat seine Einschätzung, Mund-Nasen-Schutz zu tragen, kürzlich ange-passt. Auf der Internetseite der Bundesbehörde heißt es nun, wenn Menschen, auch ohne Symptome, vorsorglich eine Maske tragen, könnte dadurch das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere gemindert werden. Wissenschaftlich be-legt ist diese Aussage aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Men-schen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen. Nicht jeder der Sars-CoV-2 infiziert ist, bemerkt die Krankheit auch. Manche Infizierte sind nicht sympto-matisch, können den Erreger aber trotzdem weitergeben. Regeln zum Husten und Niesen, zur Händehygiene und zum Mindestabstand sollen auch mit Masken weiterhin dringend eingehalten werden. Denn in jedem Fall kann der Mund-Na-sen-Schutz nur eine unterstützende Maßnahme zum Schutz vor der Ansteckung sein.

Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte schreibt hierzu, dass „trotz dieser Einschränkungen geeignete Masken als Kleidungsstücke dazu beitragen (können), die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenaus-wurfs z.B. beim Husten zu reduzieren und das Bewusstsein für „social distancing“ sowie gesundheitsbezogen achtsamen Umgang mit sich und anderen sichtbar zu unterstützen. Auf diese Weise können sie bzw. ihre Träger einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten.“

Weitere Informationen hierzu gibt es unter www.rki.de und unter www.bfarm.de.
 
 
2.Filme für zuhause und anderswo: Stadtbibliothek Mannheim startet neues Angebot mit Video-on-Demand-Portal
 
Die Stadtbibliothek Mannheim startet zu Ostern ein neues Angebot mit dem Video-on-Demand-Portal filmfriend.de. Über das Portal macht die Stadtbibliothek für ihre Nutzer*innen Spiel- und Dokumentarfilme aber auch Kurzfilme und Serien verfügbar. Das Portal ist ab Donnerstag, 9. April, freigeschaltet und kann über https://mannheim.filmfriend.de schon über die Osterfeiertage ausprobiert werden. Weitere Informationen: https://www.mannheim.de/de/presse/neues-angebot-der-stadtbibliothek-zu-ostern-filme-fuer-zuhause-und-anderswo-mit-digitalem-streaming
 

 
3.Ausgangsbeschränkungen für Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen
 
Seit dem 17. März 2020 gilt bezüglich Besuchen in Heimen die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2, laut der stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden dürfen.
 
Nun hat der Ministerrat vor den Osterfeiertagen Ausgangsbeschränkungen für Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Demnach sollen die Bewohner*innen ihre Einrichtung nur noch aus triftigen Gründen, wie z.B. Arztbesuchen, verlassen dürfen. Auch Spaziergänge sollen nach Möglichkeit nur noch auf dem Gelände der Einrichtungen stattfinden, beziehungsweise dann nur noch unter strengen Auflagen im öffentlichen Raum möglich sein. Ziel ist es, zu verdeutlichen, wie wichtig eine strikte Kontaktpersonenreduzierung gerade für Heimbewohner*innen ist. Grund für die erweiterten Einschränkungen in den Heimen ist die bundesweite Vielzahl an Infektionsgeschehen in diesen Einrichtungen, teils mit Todesfolge für die Betroffenen.
 
Die Stadt Mannheim hat die Heimträger über die neue Verordnung informiert und appelliert auch an die Angehörigen, sich zum Schutze ihrer Familienmitglieder in den Heimen an die Verordnung zu halten:
Verordnung des Sozialministeriums zur Untersagung des Verlassens bestimmter Einrichtungen zum Schutz besonders gefährdeter Personen vor Infektionen mit Sars-CoV-2 (Corona-Verordnung Heimbewohner – CoronaVO Heimbewohner) (PDF): https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/200407_SM_CoronaVO_Heimbewohner.pdf
 
 
4.Erreichbarkeit Fachbereich Sicherheit und Ordnung
Der Fachbereich Sicherheit und Ordnung bittet darum, sich in dringenden Fällen, bei denen es um die Verhinderung oder Beseitigung unmittelbarer Gefahren geht (zum Beispiel Feststellungen von unerlaubten Ansammlungen von vielen Personen) nicht per E-Mail an die Stadtverwaltung unter der Adresse 31corona@mannheim.de zu wenden, sondern sich telefonisch bei der Info- und Leitstelle zu melden.

Die Hotline 0621 293-3840 ist montags bis freitags von 6.30 bis 21 Uhr, samstags von 10 bis 21 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12.30 bis 21 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten bittet die Verwaltung darum, sich an den Polizeivollzugsdienst zu wenden.

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