Umwelt & Verkehr - 28.03.2019

100 Bäume für die Mannheimer Friedhöfe

Anpassung an den Klimawandel

Der Baumbestand auf den zehn Mannheimer Friedhöfen hat unter der großen Hitze und Trockenheit im vergangenen Sommer trotz zusätzlicher Bewässerungsmaßnahmen sehr gelitten. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Wochen 100 zusätzliche Jungbäume auf den Friedhöfen gepflanzt. Darunter unter anderem die Arten Kaiserlinde, Spitzahorn, Hopfenbuche oder Esskastanie.

Nicht nur für die Friedhöfe sind die 100 Laubbäume eine Bereicherung: die Pflanzungen sorgen für eine stadtweite Klimaverbesserung. Denn bereits als Jungbaum spart beispielsweise eine Buche ca. 40-80 kg CO2 im Jahr ein, mit fortschreitender Lebensdauer sind es nach rund 40 Jahren 6.000-8.000 kg CO2 pro Jahr. Mit ihrem großen Bestand von rund 10.000 Bäumen sind die Friedhöfe eine wichtige grüne Lunge in Mannheim und leisten einen wertvollen Beitrag zu einem gesunden Stadtklima. „Die ökologische Funktion unserer Friedhöfe für die Stadt kann nicht genug herausgestellt werden, daher ist es uns eine Herzensangelegenheit, hier für einen stabilen und gesunden Baumbestand zu sorgen“, erklärte Bürgermeisterin Felicitas Kubala am Mittwoch, als der letzte Baum feierlich auf dem Hauptfriedhof gepflanzt wurde.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Klimaschutzagentur Mannheim. „Die neu gepflanzten Bäume finden ihren Platz auf den Friedhöfen über die ganze Stadt verteilt und stehen so symbolisch für die wichtige Rolle von Stadtgrün als Beitrag zur Klimafolgenanpassung in den Quartieren“, so Agnes Schönfelder, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mannheim. Die Umsetzung des Projekts haben die Friedhöfe Mannheim vorgenommen, die seit 1996 eigenständig für ihren Baumbestand Sorge tragen. „Die Neupflanzungen sind nach dem extremen Sommer ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und Erweiterung unseres Baumbestands, auf den wir sehr stolz sind“, freute sich Andreas Adam, Leiter der Friedhöfe Mannheim.

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