Bildung & Wissenschaft - 07.12.2010

1. Mannheimer Bildungskonferenz tagte mit über 200 Teilnehmern aus ganz Deutschland

1. Mannheimer Bildungskonferenz am 6. Dezember 2010 stand unter dem Motto „Abschluss mit Anschluss“. Über 220 regionale und überregionale Akteure waren gekommen, um sich mit dem aktuellen Thema – Übergang von der Schule in die Arbeitswelt – zu befassen.

Unter den Teilnehmern waren Vertreter der Bundes- und Landesministerien, Kommunen und Kreise, Wirtschaft und Kammern, Gewerkschaften, Stiftungen, Elternvertreter, Schulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Der Doppeljahrgang G8/G9, der Werkrealschulprozess, die Pluralisierung von Bildungsbiografien und die demografische Entwicklung sind aktuelle Themen, die nicht nur, aber vor allem, den Bereich Übergang Schule – Beruf betreffen. Bei der 1. Mannheimer Bildungskonferenz konnten sich die Teilnehmer in den Vorträgen nicht nur fachliche Impulse holen, sondern diese in den Fachforen mit anderen Experten weiter vertiefen. „Die Tagung macht deutlich, dass unser Anliegen auf fruchtbaren Boden gefallen ist: Denn wir wollen im Programm „Lernen vor Ort“ den beteiligten Kommunen helfen, ihr Bildungssystem strukturell so weiterzuentwickeln, dass für die Bürgerinnen und Bürger sinnvolle Bildungsbiographien möglich werden. Und das heißt auch, die Übergänge in den individuellen Lernbiographien zu optimieren, damit Übergänge zu Brücken werden und keine Brüche verursachen,“ sagte Hannes Barske im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die überragende Teilnehmeranzahl war ein voller Erfolg für die Stadt Mannheim. „Wir möchten  den Bildungserfolg der hier lebenden Kinder und Jugendlichen erhöhen – und sie bis zu einem erfolgreichen Einstieg in den Beruf begleiten. Dabei ist Bildungsgerechtigkeit für Mannheim entscheidend und der Übergang von der Schule in den Beruf von großer Bedeutung. Das Thema „Abschluss mit Anschluss“ wird durch die Zusammenarbeit der regionalen und überregionalen Akteure neue Impulse erhalten und deutlich vorangebracht, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Bildungsbürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer bestätigte diese Aussage und verwies auf die gemeinsame Wahrnehmung von Verantwortung für jeden Jugendlichen: „In der aktuellen politischen Diskussion bestätigt sich, dass sich nur mit aktiver kommunaler Einmischung Ziele wie Bildungsgerechtigkeit angehen lassen.“

Realisiert wurde die 1. Mannheimer Bildungskonferenz durch das Bundesstrukturprogramm „Lernen vor Ort“, welches neue Instrumente für ein verbessertes Kommunales Bildungsmanagement erproben soll. Eine dieser Neuerungen sind bis 2012 jährlich stattfindende Bildungskonferenzen, mit jeweils aktuellen Schwerpunktthemen kommunaler Bildungspolitik. In Mannheim wird „Lernen vor Ort“ mit der AHA! Bildungsoffensive Mannheim umgesetzt und durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und durch die Freudenberg Stiftung unterstützt.

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